Ich bin Christoph Schwarz, 26, lebe seit September 2005 in Braunau am Inn und arbeite dort als Jugendzentrumsleiter.
Glückliche Kindheit
Ich bin aufgewachsen und habe meine Kindheit und Jugendzeit in Großarl im Pongau (Salzburg) erlebt. Ich habe noch eine jüngere Schwester und einen älteren Bruder. Meine Eltern haben uns gut erzogen und waren immer für uns da. Als ich etwa 5 oder 6 Jahre alt war, hat meine Mutter, die vorher römisch katholisch war und den Glauben auch ernst genommen hat, Jesus auf eine persönliche Art kennen gelernt und hat der römisch katholischen Kirche den Rücken gekehrt, weil sie erkannt hat, dass in dieser Kirche viele Dinge gelehrt werden, die nicht mit dem Wort Gottes, der Bibel, übereinstimmen. Das beeinflusste auch mein Leben. Meine Mutter hat uns viel von Jesus erzählt und nahm uns auch in die Kinder- und später in die Jugendstunden in die Christliche Gemeinde in St. Johann im Pongau mit. Mir hat es dort gut gefallen.
Erwachsen werden ist schwer
So mit 17 Jahren kam dann aber eine Zeit, die für alle Jugendlichen sehr schwierig ist. Fortgehen, Mädels, Alkohol. Alles was ich von Jesus erfahren hatte, wurde immer weniger und schließlich so mit 20, als ich nach Salzburg zum Studieren ging, hatte ich Jesus fast ganz verdrängt, ihn beinahe vergessen. Irgendwo im Hinterkopf war er schon noch, aber mir waren zu dieser Zeit andere Sachen viel wichtiger. Ich las auch nicht mehr in der Bibel, was ich vorher zumindest ab und zu gemacht hatte. Das einzige was zählte war Spaß zu haben.
Ich hatte ein paar Freundinnen, mit denen ich auch ins Bett ging. War ja ganz normal in dem Alter. Dass Gott das nicht gefiel, wusste ich zwar, war mir zu der Zeit aber egal. Der Alkohol floss in Strömen und ich genoss diese Zeit. Aber glücklich, richtig glücklich war ich nie. Alle Befriedigungen waren nur von kurzer Dauer. Alkohol, Partys, Mädels. Ich habe mich oft gefragt: „Ist das alles?“
Dann habe ich ein nettes Mädel kennen gelernt, mit der ich über 3 Jahre zusammen war. Wir verstanden uns sehr gut, unternahmen gemeinsam Reisen nach Gran Canaria, Schweden, Ungarn... Irgendwie war ich zufrieden mit meinem Leben und mit der Beziehung, hab auch schon manchmal darüber nachgedacht ob wir irgendwann mal heiraten werden. Aber irgendwas stimmte trotzdem nicht, damals hatte ich keine Ahnung, heute weiß ich, dass es die fehlende Beziehung zu Jesus Christus war. Auf jeden Fall wurde die Beziehung immer mehr zu einer Freundschaft, was schließlich dazu führte, dass wir uns im Guten trennten und „nur“ mehr Freunde waren.
Jesus klopft bei mir an!
Zu der Zeit, ich war 25, ging es mir sehr schlecht. Ich machte eine Woche Urlaub auf Mallorca mit 2 Freunden. Auf diesem Urlaub erlebte ich einiges, auf das ich nicht stolz bin. Nach dem Urlaub wurde ich sehr krank und die Trennung machte mir auch noch ziemlich zu schaffen. Ich war total fertig. Da klopfte jemand bei mir an, den ich mal gekannt hatte. Es war Jesus, der wie eine leise innere Stimme zu mir sprach. Ich begann wieder in der Bibel zu lesen und erinnerte mich daran, was ich noch von früher wusste. Ich will Jesus die Führung in meinem Leben überlassen! Und dabei muss ich mich ganz bewusst für ihn entscheiden. Nur er, der vor 2000 Jahren für meine Sünden gequält, vom Vater verlassen und auf brutalste Weise hingerichtet wurde, nur er, der Retter der Welt, könnte mir helfen, mein Leben in den Griff zu bekommen. Ich betete zu Jesus, dass er mir meine Sünden vergeben möge und zählte ihm alle Fehler in meinem Leben auf, die mir bewusst waren. Ich bat ihn, in mein Leben zu kommen und von nun an der HERR in meinem Leben zu sein. Jesus erhörte meine Gebete.
Wirken Gottes in meinem Leben
So fand ich also zu Jesus, oder besser gesagt, so fand er mich und was er seither in meinem Leben bewirkt, hat ist unglaublich. Am Anfang merkte ich noch nicht viel, aber mit der Zeit begann Jesus in meinem Leben sichtbar zu werden. Ich habe einen inneren Frieden und eine Freude, die ich vorher nicht gekannt hatte. Ich war vorher sehr geizig, nun teile ich gerne mit anderen. Ich trinke nur noch ab und zu Alkohol, ich brauche das nicht mehr, um mich gut zu fühlen. Ich habe ein Anliegen für andere Menschen bekommen, besonders wenn es darum geht, anderen von Jesus zu erzählen. Jesus befreite mich auch von anderen Süchten und Zwängen, auf die ich aber nicht näher eingehen will. Ich habe mir vorher immer gedacht, dass ich, wenn ich tatsächlich einmal Christ werden sollte, vieles aufgeben muss und keinen Spaß mehr habe oder haben darf. Doch das kann ich nur verneinen. Jesus hat mein ganzes Wesen, mein ganzes Denken verändert. Mir machen heute andere Dinge Spaß als früher und ich halte mich an Gottes Gebote, weil ich es will und nicht weil ich muss. Zum Beispiel ist es kein Problem für mich mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Gott hat seine Gebote nicht aufgestellt, um uns zu ärgern, sondern weil er uns liebt und sie gut für uns sind.
Vertrauen auf Gott
Heute lebe ich ein Leben, das auch nicht immer leicht ist. Christ zu werden heißt nicht, dass man keine Probleme und Sorgen mehr hat. Aber ich weiß, dass Jesus immer bei mir ist und mir hilft, das Leben zu meistern. Ich vertraue ihm voll und ganz, weil ich weiß, dass er das Beste für mich will. Ich bin ihm so dankbar, dass er mich aus meinem alten Leben gerettet hat, und ich jetzt ein neuer Mensch sein darf. Ich freue mich schon darauf die Ewigkeit bei meinem HERRN verbringen zu dürfen. Was mich sehr traurig macht ist, dass viele Freunde von mir nicht verstehen, dass sie umkehren müssen.
Folgenden Vers aus der Bibel möchte ich gerne noch erwähnen: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ (2. Korinther 5,17)
So wünsche ich jedem, der diese Zeilen liest und der sein Leben Jesus noch nicht anvertraut hat, dass er sich von ihm finden lässt. Das wichtigste ist vorerst die Erkenntnis, das jeder Mensch ein Sünder ist und die Vergebung Gottes braucht.