Am Ende eines Auswegs

Ref.: Am Ende eines Auswegs da ist Gott immer da.
Wo die Hoffnung endlos fern schint, ist doch Gott unendlich nah,
um den Müden zu beflügeln, dass sein Blick ins Weite geht,
und er sehn kann, dass sein Leben fest in Gottes Händen steht.

1) Das Lied ist auf den Lippen fast erstorben.
Und Müdigkeit lähmt bleiern jeden Schritt.
Die Schmerzen haben längst den Tag verdorben
und brachten einen Hauch Verzweiflung mit.

Wenn Blicke an der Sorgenwand sich brechen,
wenn Hoffnung sich nicht mal erahnen lässt,
wenn frohe Tage scheinbar nun sich rächen,
dann steht doch nach wie vor das Eine fest:

2) Erfahrung guter Stunden will verblassen.
Geschenke, die Gott machte, sind verstaubt.
Die Seele weint, will sich nicht helfen lassen
und fühlt sich ihrer Lebenskraft beraubt.

Wenn Antworten von gestern nicht mehr zählen,
wenn Sicherheiten wie im Sturm verwehn,
wenn gutgemeinte Sätze nur noch quälen,
dann bleibt doch Eines nach wie vor bestehn:


Text: Martin Buchholz 1991
Melodie: Johannes Nitsch 1991

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_am_ende_eines_auswegs.html