Darf ich wiederkommen mit der gleichen Schuld

1) Darf ich wiederkommen
mit der gleichen Schuld?
Hast du nicht verloren
endlich die Geduld?
Ist denn deine Gnade alle Tage neu,
dass du willst vergeben, auch so oft es sei?

2) Wenn ich so dich frage
und ich seh dich an,
wie hat dein Herze
sich mir aufgetan!
Liebe, lauter Liebe ist's die mich umfängt,
ach - und eine Liebe, wie kein Mensch es denkt.

3) Gnade und Vergeben
heißt das gute Wort;
das trägt mich durchs Leben,
nimmt den Jammer fort,
bringt mir Heil und Frieden in das Herz hinein,
dass ich schon auf Erden kann recht selig sein.

4) Wahrlich, ich darf kommen
mit der gleichen Schuld,
ich werd angenommen,
du trägst in Geduld.
Halt mich dann gebunden fest, o Herr, an dich,
dass ich werd erfunden in dir ewiglich!


Text: Hermann Heinrich Grafe 1860 / Julius Köbner 1860
Melodie: Karl Groos 1817 / Ernst Tesch 1924

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_darf_ich_wiederkommen_mit_der_gleichen_schuld.html