Du Stern in allen Nächten

1) Du Stern in allen Nächten, du Schild in allem Streit.
du Mann zu Gottes Rechten, im purpurfarbnen Kleid.
Verlass die ewge Hütte und deiner Engel Reihn
und trag in unsere Mitte heut deinen Stuhl hinein, heut deinen Stuhl hinein.

2) Du hast vom Marterhügel uns huldreich angeblickt
und hast dein fürstlich Siegel uns an die Stirn gedrückt.
Drum wagen wirs und lachen dich ungescheut herbei;
die Allmacht deiner Gnaden macht uns den Mut so frei, macht uns den Mut so frei.,

3) Es ist ein froh Getöne ringsum im Land erwacht;
das hat uns, deine Söhne vom Schlafe wachgemacht.
Weinlese-Lieder schwingen, sich durch die öde Welt,
und Sens´und Sichel klingen in deinem Erntefeld, in deinem Erntefeld.

4) Das klingt uns wundersüße, das dringt durch Mark und Bein,
Ei stünden unsre Füße auch bei den Schnittern dein.
Ei, wär dein Garbenacker, auch unser Arbeitsplan
Herr Jesu, mach uns wacker, nimm unser Heilen an, nimm unser Heilen an!

5) Das war ja so ein Wesen von allen Tagen her,
dass du dir hast erlesen, was schwach, gebeugt und leer,
dass mit zerbrochnen Stäben du deine Wunder tatst
und mit geknicktem Reben die Feinde untertratst die Feinde untertratst.

6) Wer soll die Ruder schlagen wohl übers weite Meer.
wer dein Fahnen tragen ins blinde Heidenheer?
Zeigs an, wen du erkorest, greif in die Schar hinein!
Wir haben all geschworen: Dein sind wir, Amen! Dein sind wir, Amen! Dein.


Text: Friedrich Wilhelm Krummacher
Melodie: Melchior Teschner / Johann Georg Ebeling 1666 / Johann Crüger

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_du_stern_in_allen_naechten.html