Höre meinen Glauben

1) Höre meinen Glauben, wer ihn hören kann!
Arger Feind, dein Schnauben ficht mich wenig an!
Welt, dein Schmähn und Lügen stört den Glauben nicht.
Sünde, dein Betrügen weicht dem hellen Licht!

2) Wer auf Werke bauet, dessen Grund ist Sand,
dem, der selbst sich trauet, bleibt Gott unbekannt.
Was sind Menschenlehren? Trug und Eitelkeit!
Gottes Worte hören, das ist Sicherheit!

3) Einen Gott, den wahren, nehm ich gläubig an,
und ich hab's erfahren, daß Er helfen kann.
Weg, was Rost und Schimmel und Verwesung frißt!
Mein Gott ist im Himmel, der allmächtig ist.

4) Wer will mich verdammen? Vater, Sohn und Geist
halten hier zusammen, die mein Glaube preist!
Eins im Rat und Willen, der mich selig macht,
einig im Erfüllen, bis es heißt ?Vollbracht!""

5) An den Vater glaub ich, der die Welt erschuf.
Götzen, euch erlaub ich ohne Widerruf,
meiner zu vergessen. Ich bin Gottes Kind,
höher noch gesessen, als die Engel sind.

6) Und an Gott, den Heiland, glaub ich inniglich.
Der aus Liebe weiland für die Welt
und mich gnadenreich geboren, lebte, litt und starb
und, was ich verloren, durch Sein Blut erwarb.

7) Und an Gott, den Tröster, glaubt mein ganzer Sinn,
weil ich ein Erlöster Jesu Christi bin.
Mein Verstand und Wille glaubt in Seiner Kraft;
vor Ihm bin ich stille, weil Er alles schafft.

8) Amen! singt der Glaube, Seines Heils gewiß;
Amen, auch im Staube und in Finsternis.
Meine Lampe brennet, und es wird geschehn:
"Was ich hier bekennet, werd ich ewig sehn!"


Text: Ernst Gottlieb Woltersdorf
Melodie: Unbekannt

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_hoere_meinen_glauben.html