Hörst du nicht den Herren rufen

1) Hörst du nicht den Herren rufen: Wer will unser Diener sein?
Groß und reif ist rings die Ernte, doch der Schnitter Zahl ist klein.
Reichen Lohn verheißt der Meister, laut ruft alle Er zu Sich,
wer will kommen, wer will sagen: Hier bin ich sende mich, sende mich!
Hier bin ich sende mich, sende mich!

2) Kannst du nicht das Meer durchschiffen als ein Heidenmissionar,
kannst du hier auch Heiden finden, hilft nur dieser treu und wahr!
Kannst du Tausende nicht geben für das große Werk des Herrn,
Jesus freut das kleinste Scherflein, gib nur, was du gibst recht gern!
Gib nur, was du gibst recht gern!

3) Kannst du nicht wie Engel reden, nicht wie Paulus pred'gen dort,
kannst du doch von Jesus zeugen, wie Er ist der Sünder Hort!
Kannst du Starke nicht gewinnen, bleiben Alte von dir fern,
o, so führe kleine Kinder in die Arme unsers Herrn!
In die Arme unsers Herrn!

4) Drum so sag nie mehr so träge: Es gibt nichts für mich zu tun!
Während Tausende hinsterben und der Herr dich rufet nun.
Nimm das Pfund, das dir gegeben, wuchre damit emsiglich,
folg dem Herrn und sprich mit Freuden:
Hier bin ich sende mich, sende mich!
Hier bin ich sende mich, sende mich!


Text: Ernst Heinrich Gebhardt
Melodie: S. P. Grannis

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_hoerst_du_nicht_den_herren_rufen.html