Milde Königin, gedenke

1) Milde Königin, gedenke, wie's auf Erden unerhört,
dass zu dir ein Pilger lenke, der verlassen wiederkehrt.

Ref.: Nein, o Mutter! Weit und breit schallt's aus deiner Kinder Mitte:
dass Maria eine Bitte nicht gewährt, ist unerhört, unerhört in Ewigkeit!

2) Wer zu dir um Schutz geflohen, wer nur deiner nicht vergisst,
muss bekennen, wie das Drohen auch der Hölle nichtig ist.

3) Hast du, Mutter, deinen Kindern deine Hilfe je verneint?
Wurden selbst von großen Sündern Tränen dir umsonst geweint?

4) Mutter, Jungfrau der Jungfrauen, sieh, ich eile hin zu dir;
ich komme voll vertrauen, hilf, o Mutter, hilf auch mir!

5) Sieh mich armen, großen Sünder weinend dir zu Füßen knien!
Soll das ärmste deiner Kinder ohn' Erbarmen von dir fliehen?

6) Maria, nicht verwehre, was ich gläubig bitten kann;
du, des Wortes Mutter, höre meine Worte gnädig an!

7) Ach, erhöre meine Worte, führ mich einst zu deinem Sohn;
öffne mir die Himmelspforte, dass ich ewig bei dir wohn'!


Text: Anton von Pilat 1840
Melodie: Franz Xaver Weninger 1857

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_milde_koenigin_gedenke.html