Seele, was ermüdst du dich

1) Seele, was ermüd'st du dich
in den Dingen dieser Erden,
die doch bald verzehren sich
und zu Staub und Asche werden?

Ref.: Suche, suche Jesum Jesus und Sein Licht,
alles andre hilft dir nicht, hilft dir nicht,
alles andre, alles andre hilft dir nicht.
Suche Jesum und sein Licht!

2) Sammle den zerstreuten Sinn,
lass ihn sich zu Gott aufschwingen,
richt ihn stets zum Himmel hin,
lass ihn in die Gnad eindringen.

3) Ach, es ist ja schlecht genug,
dass du sonst viel Zeit verdorben
mit nichtswürdigem Gesuch,
dabei du fast bist erstorben.

4) Du bist ja ein Hauch aus Gott
und aus Seinem Geist geboren,
bist erlöst durch Christi Tod
und zu Seinem Reich erkoren.

5) Schwinge dich fein oft im Geist
über alle Himmelshöhen;
lass, was dich zur Erde reißt,
weit von dir entfernet stehen.

6) Nahe dich dem lautern Strom,
der vom Thron des Lammes fließet
und auf die, so keusch und fromm,
sich in reichem Maß ergießet.

7) Sei im übrigen ganz still,
du wirst schon zum Ziel gelangen.
Glaube, dass Sein Lebenswill
stillen werde dein Verlangen.


Text: Jacob Gabriel Wolf
Melodie: Johann von Eicken / Lüneburg 1668 / Wien 1776

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_seele_was_ermuedst_du_dich.html