Unter Lilien jener Freuden

1) Unter Lilien jener Freuden sollst du weiden, Seele, schwinge dich empor!
Wie ein Adler flieg behende, Jesu Hände öffnen schon das Perlentor.

2) Lasst mich gehen, lasst mich laufen zu dem Haufen, derer die des Lammes Thron
nebst dem Chor der Seraphinen schon bedienen mit dem reinsten Jubelton.

3) Nichts soll mir am Herzen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält.
Sollt ich in der Wüste weilen und nicht eilen? Nein, ich eil ins Himmelszelt.

4) O wie bald kannst du es machen, dass mit Lachen unser Mund erfüllet sei,
du kannst durch des Todes Türen träumend führen und machst uns auf einmal frei.

5) Du hast Sünd und Straf getragen, Furcht und Zagen muss nun ferne von mir gehn.
Tod! dein Stachel ist zunichte, und im Lichte werd ich fröhlich auferstehn.

6) Herzens-Lamm! Dich will ich loben hier und droben mit der zartsten Liebsbegier.
Du hast Dich zum ew'gen Leben mir gegeben. - Hole mich, mein Lamm, zu Dir!


Text: Johann Ludwig Konrad Allendorf
Melodie: Karl Friedrich Voigtländer

Quelle: https://www.evangeliums.net/lieder/lied_unter_lilien_jener_freuden.html