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Carina (21)

Gott schenkt Bewahrung

Geboren bin ich 1986 in Salzburg. Ich war ein typisches „braves“ Kind! Ich hab keinen großen Blödsinn gemacht, gute Noten mit nach Hause gebracht, von Drogen und Alkohol die Finger gelassen und noch dazu war ich ziemlich schüchtern. Deshalb dachte ich auch immer, dass sich mein Leben für andere doch total langweilig anhören muss…

Mit dem christlichen Glauben bin ich schon sehr bald in Berührung gekommen. Und zwar durch meine Mama. Ihre Ehe war nicht besonders glücklich und sie suchte Hilfe bei Gott. So ist sie auf Christen gestoßen, die ihr von Gott, der Bibel und der Frohen Botschaft erzählt haben. Sie war ergriffen von diesem Gott, der für die Menschen als Retter gestorben ist. Es hat nicht lange gedauert und sie hat sich entschieden an den Herrn Jesus Christus zu glauben, sie wurde Christ.

Zu diesem Zeitpunkt war ich gerade mal 3 Jahre alt. Sie hat mir viel von diesem Gott erzählt und viele Geschichten aus der Bibel vorgelesen. Auch ich wurde mit meinen drei Jahren begeistert von diesem Gott. Mit fünfeinhalb Jahren habe ich meine Mama gefragt, wie der Herr Jesus in meinem Herzen wohnen kann. Mit dem Wissen und Verständnis das ich damals von Gott hatte, bat ich ihn also in mein Herz zu kommen. 

So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht Kinder Gottes zu werden, denen die an seinen Namen glauben…“ Johannes 1,12.

Die Ehe meiner Eltern konnte leider nicht „gerettet“ werden und es kam zur Scheidung als ich 15 Jahre alt war. Von den Ehekrisen und Streitigkeiten, die sich so in meiner Kindheit abgespielt haben, habe ich immer sehr viel mitbekommen und es war wirklich schlimm für mich. Das alles hatte natürlich auch Auswirkungen auf mein Leben. Zum Beispiel hatte ich immer Angst, dass sie sich so streiten, dass sie sich scheiden lassen. Deshalb wollte ich nie woanders übernachten – Schullandwochen waren der Horror. Ich dachte, wenn ich weg bin, dann schaffen meine Eltern es nicht mehr sich zu versöhnen…
Außerdem hab ich eine Zeitlang an Schlafstörungen gelitten. Jede Nacht lag ich stundenlang wach, bis ich endlich einschlafen konnte. Meistens hab ich gelauscht, wenn sich meine Eltern gestritten haben. In solchen Situationen flehte ich immer so sehr zu Gott, dass er doch schenken möge, dass sie sich wieder versöhnen! Ich konnte ihn oft erleben. Sehr oft hat er in die Situationen eingegriffen. Und ich erlebte, dass trotz dieser schwierigen Lebensumstände Gott ein Leben mit Freude und Dankbarkeit möglich macht. So hab ich diesen Gott mehr und mehr kennen gelernt.

Ich weiß nicht mehr wie alt ich war, aber irgendwann hab ich angefangen mich zu fragen ob mein kindliches Gebet ausreicht um ewiges Leben zu haben. Mir ist nämlich bewusst geworden, dass ich ein Sünder bin und dass ich mit jeder Sünde, die ich mache, gegen Gott handle.

Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ Römer 3,23.

Ich fragte mich ob es reicht Gott um Vergebung der Sünden zu bitten und ob er einem dann so einfach vergeben würde? Muss ich nicht auch noch irgendetwas dazu TUN? Gute Werke oder so? In dieser Zeit hab ich oft gebetet: „Herr vergib mir meine Sünden“. Aber ich hatte keinen wirklichen inneren Frieden. Ich hatte Angst, dass ich nicht in den Himmel komme. Es hat eine Weile gedauert bis ich verstanden hatte, dass der Herr Jesus Christus statt mir für meine Sünden bezahlt hat, als er am Kreuz gestorben ist und dass dies ausreicht damit ich Verbebung für meine Schuld vor Gott bekommen kann.

Der unsere Sünden an seinem Leib selbst auf dem Holz getragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid.“ 1. Petrus 2,24.

Auch hatte ich dann verstanden, dass ich durch Jesus ewiges Leben bekomme. „und dies ist das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben geschenkt hat und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. 1. Johannes 5,11+12  Jesus spricht: „Ich bin gekommen, dass sie Leben haben und es in Überfluss haben.“ Joh. 10,10b. Und dass ich dazu nicht mehr tun muss, als an ihn zu glauben, mich ganz auf das zu verlassen was er schon getan hat.

Der Herr hat mir einen totalen inneren Frieden geschenkt. Ich kann erleben, dass die Botschaft des Evangeliums mich wirklich frei macht. Ich brauche nun keine Angst mehr zu haben, was nach dem Tod kommt, ich darf wissen, dass ich ewiges Leben habe und dass der Herr mir meine Sünden vergeben hat. Diesem Gott wollte ich mein Leben schenken. Ich hab Gott noch mal ganz klar gesagt, dass ich mein Leben mit ihm Leben möchte und dass er mein Herr sein soll, also dass ich mich in meinem Leben nach ihm ausrichten will. Für mich wurde es selbst wichtig Gottes Wort zu lesen, um ihn besser kennen zu lernen und Gemeinschaft mit anderen Christen zu haben.

Manchmal fragte ich mich „warum soll ausgerechnet mein Glaube der richtige sein?“ oder „gibt es Gott wirklich?“. Diese Fragen konnte ich aber lösen indem ich einfach nachgedacht hab. Ich konnte Gott in meinem Leben schon so oft persönlich erleben. Gott hat so oft in mein Leben eingegriffen, sodass man den „Zufall“ wirklich ausschließen kann. Durch die Scheidung hat er mich durchgetragen. Viele Scheidungskinder enden irgendwann mal beim Psychologen – durch Gott hab ich das nicht gebraucht. Er hat mich außerdem in meiner Persönlichkeit verändert. Wie ich schon gesagt hab – ich war extrem schüchtern und darunter hab ich total gelitten. Deshalb hab ich angefangen zu beten, dass ich nicht mehr so schüchtern bin. Der Herr hat Umstände und Menschen verwendet, um mich offener zu machen. Gott kann Menschen total verändern! Und selbst wenn ich all die persönlichen Erlebnisse wegnehmen würde, dann gäbe es immer noch genug Beweise für mich, die mir zeigen dass es Gott gibt und dass sein Wort wahr ist. Und ich weiß nun auch, dass ein Leben mit Gott auf keinen Fall langweilig ist, sondern dass ein Leben mit Gott das wahre Leben ist, dass ich jedem von euch, der diese Zeilen liest wünsche.

 
 
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Carina
 
 

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