Hallo mein Name ist Damaris Emmanuelle Boutsoulila Doukkara.
Ich bin am 15. April 1983, an einem schönen Vormittag, in Prien am Chiemsee, auf die Welt gekommen. Wie schon an meinem Namen zu erkennen ist, bin ich, nicht wirklich Deutsche auch wenn ich in Bayern geboren bin. Wodurch ich auch später immer mehr zum Außenseiter wurde. Zusammen mit meiner älteren Schwester Myriam und meiner jüngeren Schwester Rachel verbrachten wir trotz vieler Probleme, die sie als allein erziehende Mutter hat, eine wunderschöne Kindheit mit unserer Mutter. Als eine von der Mutter sehr behütete Tochter ging ich gutgläubig und naiv durch die Welt. Meine Mutter hatte allerhand zu tun, um mich vor Gefahren zu schützen.
Als ich im Alter von 11 Jahren war, fing ich an, selber Karten zu legen, zu Pendeln und mich in der Weißen später auch in der Schwarzen Magie zu üben. Das hielt an, bis ich das Alter von 22 Jahren erreichte. So lernte ich Mächte kennen, die schon vorher öfters in meiner Nähe waren. Sie kamen in der Nacht zu mir, zeigten mir, was kommen würde, entweder in nächster Zeit, oder ein halbes Jahr später. So tauchte ich immer tiefer in diese Welt ein und entfernte mich immer mehr der Realität. Ich fand es cool, mich solcher Mächte bedienen zu können.
Mit der Zeit wurde der Umgang mit dem Okkulten zu einer Gabe. Ich träumte von Menschen, denen ich erst einen Monat später über den Weg lief. Das Karten legen oder pendeln wurde überflüssig. Ich war schon so weit, dass mich entweder kurz vor dem Aufwachen, oder Einschlafen Gestalten besuchten, die mich unterrichteten. Ich erlebte viele übernatürliche Dinge und konnte mir dadurch nie vormachen dass dies was ich sehen kann, allein die Realität ist.
Doch mein Leben verlief gar nicht so, wie ich es mir wünschte. So dachte ich nach einem mißlungenen Start eines Musikstudiums in Salzburg über Selbstmord nach. Dieses Leben erschien mir so sinnlos und auch dies, dass nach diesem Leben. Ich glaubte aufgrund von Erlebnissen an die Reinkarnation, dass ein weiteres sinnloses Leben folgt - davon wollte ich nichts mehr wissen. Es war wie ein Gefängnis.
Doch kurz bevor ich sprang, war ich mir nicht mehr sicher, ob das mit der Reinkarnation stimmt. Zum ersten Mal, fragte ich mich: „Was glaube ich eigentlich?!“ Was wenn ich vor Gott stehe und es keine zweite Chance mehr gibt?…. Ich war verunsichert. Dabei wäre es so einfach. Lass los, spring, dann ist es vorbei. Doch etwas hielt mich zurück. Ich überdachte eine mögliche Zukunft in diesem Leben und wie ich dahin komme. Diesen Plan setzte ich um. Es funktionierte! Der zweite Start des Musikstudiums klappte und auch alle Umstände schienen gut zu sein.
In meiner Uni bemerkte ich Simona, eine Studienkollegin. Sie redete manchmal mit meiner Freundin (Tanja) über den Glauben und über Jesus Christus. Das Gesprächsthema das sie hatten interessierte mich. Ich kannte Jesus als einen geistig sehr hoch entwickelten Lehrmeister, der nicht verstanden worden ist und viel Macht besitzt. Denn vor seinem Namen, so erlebte ich, flohen die Geister. Simona lud mich ein, mit in die Jugend (ein Treffen junger Christen) zu kommen. Ich dachte, dass es vielleicht ganz nett ist, mal in eine Gruppe zu kommen, von der ich glaubte, sie sei katholisch. Aber ich merkte, dass die anders waren. Sie schienen eine große Freude und Frieden in sich zu haben. Ich dachte, dass sie vielleicht auch nur in einer anderen Traumwelt leben, und dadurch keine Probleme hätten. Trotzdem brachte mich das wieder zurück zur Bibel. Ich fing an zu beten, wieder darüber nachzudenken. Aber mit meiner doch sehr esoterischen Lehre, kam ich nicht weit.
Am Ostersonntag war ich zum ersten Mal mit in der christlichen Gemeinde. Ich machte die Erfahrung, wie Christen mit Gott und Jesus reden. Ich konnte auch seine Anwesenheit spüren. Mit der Zeit war mein gespartes Geld aufgebraucht und ich erinnerte mich an die Situation als ich über Selbstmord nachdachte. Voll Begeisterung erzählte ich meiner Mutter von Jesus, dem was ich in der christlichen Gemeinschaft erlebt habe und von den Christen. Sie freute sich, mich endlich nicht nur in schwarz zu sehen. Aber als sie zwei Wochen später die Auswirkungen des Kampfes der dunklen Mächte an meinem Körper sah, wollte sie mir verbieten wieder in die Gemeinde zu gehen.
Ich hatte mich diesmal so weit gebracht, mich selbst zu zerstören. Auch bemerkte ich wieder verstärkt die Anwesenheit der dunklen Mächte in meinem Zimmer. Das ging so weit, dass ich nicht mehr alleine in meinem Zimmer schlafen konnte. Ich übernachtete bei einem Kollegen, der im selben Haus im Keller wohnte, auf der Couch. Doch ich ging wieder zur Jugend. Ich konnte nicht anders. Irgendwas trieb mich dahin. Ein Verlangen, wie ich es nicht beschreiben kann.
Nicht lange darauf übergab ich eines Abends in meinem Zimmer die Führung in meinem Leben Jesus Christus. Es veränderte sich schlagartig. Am nächsten Morgen hatte ich neue Lebensenergie, und Lebensfreude, wie schon lange nicht mehr davor. Abgesehen davon bekam ich ein Stipendium in einer Zeit, wo es jeder für unmöglich gehalten hat. Und als ob das noch nicht genug wäre, meldete sich mein Vater aus Algerien bei mir. Seitdem weiß ich, dass ich auch dort noch eine Familie habe.
Mein altes Leben hab ich vollkommen hinter mir gelassen. Ohne es selbst zu bemerken, hab ich mich verändert. Und meine Traumwelt wird immer mehr unbenutzt zur Seite gelegt. Auch die Personen, die in der Nacht zu mir kamen, sind verschwunden. Manchmal höre ich wieder ihr flüstern. Weit, weit entfernt, aber ich habe keine Angst mehr vor ihnen. Denn jetzt weiß ich, egal was passieren wird, Jesus ist bei mir. Selbst als Christ hatte ich schwere Zeiten. Doch anders als vorher kann ich jetzt trotz allem voll Vertrauen sein. Jeder der mich kennt und mich während dieser Zeit der Umkehr zu Jesus erlebt hat, sah dass ich durch die schwere Zeit getragen wurde. Eine zeitlang war es finanziell gesehen wieder kritisch. Doch diesmal brauchte ich mir deswegen keine Gedanken zu machen. Auf allen möglichen Wegen bekam ich Hilfe von Gott. Ich hatte immer genug zu Essen daheim und bekam genau das, was auch immer ich brauchte. Und inzwischen bin ich finanziell „abgesichert“. Das aber ist nur äußerlich. Auch innerlich wurde ich ein „neuer“ Mensch. Meine ältere Schwester bekam das als erste mit. Sie kam gar nicht mehr aus dem Staunen heraus, als sie sah dass ich das Geschirr abwasche. Eine Arbeit um die man mich früher stundenlang anbetteln musste, bis ich sie erledigte. Meine Arbeitsgeschwindigkeit stieg, und auch meine Motivation dafür. All das bringt mich dazu Jesus für immer dankbar zu sein und ihn als meinen Herrn anzuerkennen.