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Warum der König der Könige selbst in diese Welt gekommen ist

Sadu Sundar Singh erzählt: 

Ein König hatte einen Minister, der überall erzählte, dass er an den Retter glaube, der in diese Welt gekommen sei, um von Schuld und Tod zu befreien. Dem König war das unverständlich. „Wenn ich will, dass etwas geschehen soll, dann gebiete ich meinen Dienern, und das genügt“, sagte er. "Warum sollte der König der Könige selbst in diese Welt kommen?“ Der Minister wusste keine Antwort. Deshalb bat er den König: „Gewährt mir 24 Stunden Majestät, und ich will euch antworten.“

Dann ließ er einen Schnitzkünstler holen und trug ihm auf, eine Puppe anzufertigen und sie genauso zu kleiden, wie des Königs zweijährigen Sohn. Am folgenden Tag machte der König eine Spazierfahrt mit seinem Boot. Der Schnitzkünstler war angewiesen, sich am Ufer des Flusses aufzuhalten und auf ein vereinbartes Zeichen hin die Puppe ins Wasser fallen zu lassen. Als der König die Puppe im Wasser sah überlegte er nicht lange und sprang hinein, um sein vermeintliches Kind zu retten.

Der Minister fragte ihn anschließend, warum er selbst ins Wasser gesprungen sei, wenn doch ein Wort an seine Diener genügt hätte. „Es ist das Herz des Vaters, das so handeln musste“, erwiderte der König. Und der Minister antwortete: „So hat sich auch Gott nicht damit zufrieden gegeben, den Menschen nur eine Heilsbotschaft zu senden, sondern seine unendliche Liebe ließ ihn selbst vom Himmel herabsteigen, um uns zu retten.“ 

Quelle: Hört ein Gleichnis, Heinz Schäfer, Beispiel 83
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