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Predigten zu 2. Könige 24,13

"Und er brachte von dannen heraus alle Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des Königshauses, und er zerschlug alle goldenen Geräte, die Salomo, der König von Israel, im Tempel des HERRN gemacht hatte: so wie der HERR geredet hatte."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Der König von Babel nahm von dannen heraus alle Schätze im Hause des HErrn

Unter diesen entführten Schätzen müssen viele der heiligen Gefäße des Tempels gewesen sein; denn in den Tagen Belsazars wurden diese herbeigebracht, um das königliche Festmahl zu zieren. Vielleicht war darunter auch der goldene Leuchter, bei dessen Schein alsdann der von Gottes eigener Hand an die Wand des Palastes geschrieben Urteilsspruch zu lesen war. Durch Befehl des Cyrus wurden diese kostbaren Gefäße wieder zurückgegeben (Esra 5,14) und durch eine Schar treuer Priester wieder nach Jerusalem gebracht (Kap. 8,33).

1. Die ganze Geschichte der Gefangenschaft Israels ist voll ernster Mahnungen

Die Gemeinde des HErrn muss sich entscheiden; entweder muss sie sich von allen sie verstrickenden Verbindungen und von dem Buhlen um weltliche Herrschaft fern halten, oder sie muss gewärtig sein, derjenigen Macht sich unterwerfen zu müssen, der sie sich gerne gleichgestellt hätte. Israel wollte den anderen Nationen ähnlich sein, ihre Einrichtungen nachahmen und sich mit ihnen verbünden. Die Folge davon war, dass Israel gerade von dem Volke gefangen geführt wurde, dessen Lebensweise ihm am anziehendsten gewesen war. (Jes. 38)

2. Haben wir niemals die Bitterkeit der Gefangenschaft gekostet?

Von unserer glücklichen Heimat weggeführt, genötigt unter Fremden zu leben, vor schwere Aufgaben gestellt, von allem getrennt, was uns begehrenswert schien, haben wir da nicht das Volk des Verbannten kennen gelernt? Wehe uns, wenn dem also ist, und dennoch, wenn wir in unserer Gefangenschaft, wo des HErrn Lieber verstummt sind, und unsere Harfen an den Weiden hängen, Buße tun, unseren Sünden entsagen, und uns zu dem HErrn wenden, so wird Er sich unserer nicht nur erbarmen, sondern uns reichlich vergeben und uns wieder heimbringen zu Ihm, wie in früheren Jahren.