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Predigten zu 2. Mose 17,9

"Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer und ziehe aus, streite wider Amalek; morgen will ich auf dem Gipfel des Hügels stehen, mit dem Stabe Gottes in meiner Hand."

Autor: Alfred Christlieb (* 26.02.1866; † 21.01.1934) deutscher Theologe
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"Mose sprach zu Josua: Zieh aus und streite wider Amalek."

Wenn wir, wie Mose, den Dienst der Fürbitte tun, so wollen wir nicht versäumen, wie Mose den Stab Gottes in unsere Hände zu nehmen. Was ist damit gemeint? An diesen Stab knüpfen sich viele Erinnerungen an frühere göttliche Durchhilfen. Wenn Israel diesen Stab sah, gedachte es an die Zeit des Auszuges aus Ägypten. Dieser Stab hatte einst Pharaos Stab und Schlangen verschlungen. Dieser Stab war aufgehoben, als das Wasser des Nil in Blut verwandelt wurde, als die Strafwunder Pharaos Trotz brachen, und als das Rote Meer zerteilt wurde zur Rettung des Volkes. In diesem Sinne wollen auch wir den Stab Gottes in die Hand nehmen. Wir wollen die Erinnerung an die Tage, wo Gott uns früher beigestanden, im Herzen tragen. Das wird uns Mut geben, voll Zuversicht den Herrn anzurufen. - Der Stab aber war mehr als ein blosses Erinnerungszeichen. Er war, mit Gottes Wort verbunden, zu einer Waffe und einem Segen sondergleichen geworden. Zwar haben wir keinen Gegenstand, der Wunder wirken könnte, aber wir haben das, was die Hauptsache bei dem Stab gewesen ist, das mit demselben verbundene Wort Gottes. Wenn wir die Verheißungen im Glauben festhalten, dann haben wir den Stab Gottes in der Hand, der uns auf dem Gebetshügel hilft. - Es sei erlaubt (wir reden ja nur im Gleichnis), an eine dritte Bedeutung des Stabes zu erinnern. Er war auch ein Wanderstab. Bereits bei seiner Berufung in Midian trug Moses ihn bei sich (2. Mose 4, 2). Mit ihm wanderte er nach Ägypten zu Pharao und später mit dem Volke durch die Wüste nach Kanaan. - Lasst uns in diesen Drangsalstagen oft zum Gebetshügel eilen in dem Bewusstsein, dass wir Wanderer sind zur Ewigkeit.