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Predigten zu 2. Mose 39,1

"Und aus dem blauen und dem roten Purpur und dem Karmesin machten sie die Dienstkleider zum Dienst im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider für Aaron, so wie Jehova dem Mose geboten hatte."

Autor: Alfred Christlieb (* 26.02.1866; † 21.01.1934) deutscher Theologe
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"Sie machten Aaron Amtskleider, zu dienen im Heiligtum."

Unser Herr Jesus Christus wird in Hebräer 4 genannt: "Der große Hohepriester." Äußerlich war er als solcher nicht zu erkennen. Er trug ein Gewand wie alle anderen Menschen. Mit Geistesaugen betrachtet aber stand der Herr da im vollen Schmuck der hohenpriesterlichen Kleidung. Wo etwas in Aarons Amtskleidung weiße Farbe hatte, da war feinste Leinwand von makelloser Reinheit verarbeitet. Vor unserem großen Hohenpriester heißt es: "Allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde!" Makellos rein war der Herr von Jugend auf. Kein Schmutzfleck an ihm von Zorn, Bitterkeit, Fleischeslust, Geldgier, Rachgier. Rein war sein Gedankenleben, sein Gebetsleben, sein Familienleben, rein in der Kinderzeit, in der Jünglingszeit, im Mannesalter. - Wo Aarons Amtskleid rot sein sollte, wurde Purpur verwandt, das Zeichen der Königswürde. Nun war Jesus von Herzen demütig. Er entwich, als man ihn zum König machen wollte. Aber - als König stand er da, dem Sturm, den Wellen, den Dämonen gegenüber. Dem Pilatus antwortet er mit königlicher Vollmacht. Für Herodes hat er nur königliches Schweigen. - Und das Amtsschildlein! Wie treu war der Herr Jesus in der Fürbitte! Für Petrus ist er eingetreten, dass sein Glaube nicht aufhöre. Am Kreuz betet er für seine Peiniger und Verächter. Wie trostvoll ist gar für uns das Wort Hebräer 7, 25: "Er kann aufs völligste erretten, denn er lebt immerdar, um für uns einzutreten." - Zuletzt das Stirnblatt: Heilig dem Herrn! Alles war beim Heiland Gott geheiligt: sein Reden, Schweigen, Ruhen, Wirken, Leiden, Kämpfen und Sterben: "Heilig dem Herrn!" Wenn ein lauteres, treues Gotteskind uns besucht hat, bleibt beim Scheiden ein geheimnisvoller Segen zurück. - Vor 2000 Jahren fast schied der Heiland von der Erde. Wir aber spüren noch heute seinen Segen.