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Predigten zu 3. Mose 8,33

"Und von dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht weggehen sieben Tage lang, bis zu dem Tage, da die Tage eures Einweihungsopfers erfüllt sind; denn sieben Tage sollt ihr eingeweiht werden."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Ihr sollt nicht ausgehen vor der Türe der Hütte des Stifts

Sieben Tage harrten Aaron und seine Söhne, nach ihrer ersten Weihe, im Heiligtum aus. Es war ihnen verboten, vor die Türe der Stiftshütte zu gehen, und sie sollten sich von der Gott gewählten Speise nähren, bis der achte Tag sie zu dem Beginn ihres priesterlichen Amtes rief. So sind auch wir gleichsam eingeschlossen mit dem großen Hohenpriester, den wir bekennen. Nach dem Vorsatz Gottes sind wir in Christo, denn Er hat uns erwählet in Ihm, vor der Grundlegung der Welt. Wir sind in Ihm, wie Noah in der Arche, wie das Kind im Vaterhause, wie ein Glied am Leibe, eine Rebe am Weinstock. Wir sind in Ihm, als einer festen Umzäunung, durch die weder die Bosheit, noch die List unsrer Feinde hindurchbrechen kann, – als in einer Festung, einem starken Schloss. Wir sind in Ihm, als in einem festlich geschmückten Saale, einer Stiftshütte mit ihren Schaubroten, einem Söller, wo das heilige Feuer herniederfährt.

Es ist überaus wichtig, dass wir diesen hohen Standpunkt inne halten. Der große Feind unsrer Seelen legt es beständig darauf an, uns aus unsrem Zufluchtsort herauszulocken, um uns mit ihm in den niederen Gefilden der Ebene zu ergehen. Was ist die Versuchung anders, als eine listige Überredung, herauszukommen aus dem verborgenen Heiligtum des Höchsten? Nimm dich in acht! Die Lockspeise mag sehr anziehend sein, aber ihr Ende ist der Tod. Halte die Hut des HErrn, und bleibe Tag und,Nacht in der Gemeinschaft des großen Hohenpriesters. „Er wird unter ihnen wohnen.“ Womit speist der HErr die glücklichen Seelen, die also bei Ihm bleiben? Er bereitet selbst vor ihnen einen Tisch, und in seliger Gemeinschaft dürfen sie an allem teilnehmen, was Ihm gehört. „Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein.“