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Predigten zu 4. Mose 34,13

"Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, welches ihr durchs Los als Erbteil empfangen sollt, das der HERR den neun Stämmen und dem halben Stamme zu geben geboten hat."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Das ist das Land, das ihr durchs Los unter euch teilen sollt

Es in wichtig, dass wir die Grenzlinien unsers himmlischen Erbteils wohl kennen lernen und zuerst die Pfähle fest stecken, die uns andeuten, wie weit wir gehen dürfen, dann aber auch, wo wir einhalten sollen.

1. Wie weit wir gehen dürfen

Es ist unser Vorrecht, Gott zu erkennen, und die Hoffnung unsers Berufs, den Reichtum Seiner Herrlichkeit, durch Seine Innewohnung in unsern Herzen zu erfahren; wir können das pulsieren des neuen Lebens in uns wahrnehmen, das uns zu dem Auferstehungsleben Jesu erhebt. Tag für Tag können wir vor erkannter Sünde bewahrt bleiben; Tag für Tag können wir, obschon der Versuchungen aufs empfindlichste bewusst, als Sieger dastehen. Tag für Tag will der heilige Geist, nach dem Maß unserer Erleuchtung, völlige Liebe zu Gott und den Nächsten in uns wirken; Tag für Tag kann Jesus mehr Gestalt in uns gewinnen.

2. Wo müssen wir innehalten?

Wir dürfen erwarten, untadelig zu sein; aber nicht fehlerlos, – bis wir vor Ihm dargestellt werden: von der Versuchung erlöst zu werden; jedoch nicht befreit von ihren Angriffen: in völligem Frieden bewahrt zu bleiben; aber nicht unberührt von dem Druck der Trübsal: der Sünde und uns selbst gestorben zu sein, ohne die Behauptung wagen zu dürfen, dass sie in uns tot sei: erlöst zu sein von der gegenwärtigen argen Welt, ihrem Geist und ihrer Gesinnung nach, obgleich wir noch dazu berufen sind, als Salz und Licht unter ihr zu bleiben. Nimm Besitz von jedem Zoll breit des Landes, das dir Gott in Jesu zum Erbteil gegeben bat; aber hüte dich, darüber hinaus zu gehen. Es ist eine ernste Frage, die an alle diejenigen gerichtet wird, die da berufen sind, Heerführer des Volkes Gottes zu sein, ob sie das Erbteil richtig austeilen. Sie dürfen nichts vorenthalten, noch auch sich scheuen, den ganzen Ratschluss Gottes kund zu tun.