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Predigten zu Markus 16,8

"Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen, und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich."

Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Wir können verstehen, daß diese heiligen Frauen, überrascht, verwundert und tief ergriffen von dem großen Geschehen, das sie gesehen hatten, niemand etwas sagten.

Aber was tun wir? Sagen wir niemand etwas von der Auferstehung unseres Herrn? Wir wissen vom Heil; der göttliche Auferstandene ist unser Retter. Haben wir aber gelernt, unseren Mitmenschen zu bezeugen, was vor der Auferstehung stattfand: der sühnende Tod Jesu Christi, der uns die Vergebung der Sünden und Frieden mit Gott sichert? Es gibt zwar Menschen, die mit Recht nichts sagen, weil ihre Worte im Widerspruch zu ihrem Leben stehen würden. Ihr Christentum ist nur eine äußere Form der Frömmigkeit, die die Wirklichkeit des Heils nicht kennt und seine Kraft nicht erlebt. Wenn solche «Christen» reden, richten sie mehr Schaden an als Gutes. Aber es gibt andere, die ihrem Glauben entsprechend leben wollen, deren Bekenntnis mit ihrer inneren Überzeugung übereinstimmt, und die doch «niemand etwas sagen»!

Durch selbstsüchtiges Schweigen unseren Mitmenschen gegenüber machen wir uns schuldig vor Gott. Warum behalten wir für uns, was ein so großer Reichtum, ein so herrlicher Besitz, eine so frohe Nachricht ist? Jene Frauen waren von Furcht vor dem Übernatürlichen der Auferstehung befallen. Sollten wir schweigen, weil wir von Furcht vor den natürlichen Reaktionen unserer Mitmenschen befallen sind?

Hat der Herr uns nicht gesagt: «Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen! Dies ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen. Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott Ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden» (Römer 10,8-10).

Es gibt noch einen anderen Grund, weshalb wir nicht schweigen dürfen: Die Botschaft von der Auferstehung ist gerade das, was die Welt in unseren Tagen braucht. Das Menschenherz sehnt sich nach einem solchen Retter, und wir sagen niemand etwas? Laßt uns «Zeugen seiner Auferstehung » sein (Apostelgeschichte 1,22), damit wir Werkzeuge zur Rettung von Menschenseelen werden!