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Predigten zu Richter 19,1

"Und es geschah in jenen Tagen, als kein König in Israel war, daß sich ein levitischer Mann an der äußersten Seite des Gebirges Ephraim aufhielt; und er nahm sich ein Kebsweib aus Bethlehem-Juda."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Zu der Zeit war kein König in Israel

Es wird genügen, diese Worte zu überdenken, die im Buch der Richter viermal vorkommen, ohne in diesem furchtbaren Kapitel weiter zu lesen, zu welcher Tiefe der Verworfenheit Menschen herabsinken können, wenn nicht die Gnade Gottes sie hält. Wo Jesus nicht als König herrscht, da führen Trunksucht, Unreinigkeit, Grausamkeit, Selbstsucht ihr schauerliches Regiment und setzen ihr Werk des Verderbens ungehindert fort. O wie anders ist es da, wo Er regiert in Gerechtigkeit und wo Sein Wille geschieht, wie im Himmel!

Das Buch der Richter beschreibt den Zustand des Herzens, das unseren Heiland nicht als seinen König aufgenommen hat. Wo Er nicht als solcher anerkannt wird und der Mensch nach seinem eigenen Willen lebt, da erzeugt das Herz allerlei Unreinigkeit; und die Sünde, wenn sie vollendet ist, wirket sie den Tod.

In Verbindung mit der gegenwärtigen, wunderbaren Bewegung auf den Universitäten Englands, haben sich 500 japanische Studenten zusammengeschlossen unter der Losung: „Jesus sei König.“ O dass dies auch unsers Lebens Losung wäre! Möchten doch die Jünglinge und Jungfrauen, die diese Worte lesen, die darin enthaltene Aufforderung beherzigen. Beständige Fehltritte im täglichen Wandel zeigen an, dass es an der Übergabe an Gott fehlt. Wenn dich das Böse immer wieder übermannt, So hast du dem Sohne Gottes den Thron deines Herzens noch nicht eingeräumt. Er beweist sich nicht in Seiner ganzen Heilandsfülle, bis Er als König anerkannt wird. Sowie die Krönung stattgefunden hat, übernimmt Er die Verantwortung, alle andere Macht, Herrschaft und Gewalt zu unterdrücken. Er besiegt das Böse, das bis dahin geherrscht hatte, und macht alle unsere Gedanken Ihm untertänig. Hören wir doch auf die uns entgegentretende Aufforderung: „Huldige Jesu als deinem Könige!“