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Predigten zu Sacharja 10,6

"Und ich werde das Haus Juda stärken und das Haus Joseph retten, und werde sie wohnen lassen; denn ich habe mich ihrer erbarmt, und sie werden sein, als ob ich sie nicht verstoßen hätte. Denn ich bin Jehova, ihr Gott, und werde ihnen antworten."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Sie sollen sein, wie sie waren, da ich sie nicht verstoßen hatte, denn ich, ich bin der HErr, ihr Gott

Gott macht in diesem Kapitel einen Unterschied zwischen den Obersten des Volkes, die Er Hirten nennt, und zwischen seiner Herde. Er ist entschlossen, für sein Volk einzutreten, und sie zu erlösen aus den Nöten, in die ihre Hirten sie gestürzt hatten. Dass Juda und Israel besonders genannt werden, deutet auf eine völligere Wiederherstellung hin, als die Rückkehr aus Babylon zu Stande brachte, an der nur Juda teilnahm. Diese Wiederherstellung ist noch zukünftig; aber wenn sie eintritt, so wird sie so vollständig sein, dass die lange Geschichte der vergangenen Jahrhunderte verwischt werden wird; und beide: das Haus Judas und das Haus Josephs, werden sein, als ob sie nie verstoßen gewesen wären.

Bist du von Gottes Hand verstoßen – nicht sowohl was deine Erlösung betrifft, als deine Brauchbarkeit zu seinem Dienste? Tue Fleiß, dich los zu machen von der Sünde, die dich von Gott trennt. Bitte um den Spätregen, den gnädigen Regen des heiligen Geistes; mache dich los von den falschen Zielen, die du verfolgst, wie Israel sich trennen musste von seinem Götzendienst, – dann wird Er dich zurückbringen.

Deiner Sünden soll nicht mehr gedacht werden – die tiefe, trennende Kluft soll überbrückt, die Jahre, die durch die Heuschrecken verzehrt wurden, sollen ersetzt werden. Wenn die tote Vergangenheit ihre Toten begraben haben wird, dann wird das Wasser des Lebens wieder einströmen in die Kanäle, die so lange trocken gelegen sind, und du wirst sein, als wärest du nie verstoßen gewesen. Gott vergibt nicht nur, sondern verwischt auch die Erinnerung an vergangene Niederlagen und Sünden. Er setzt so viel Vertrauen in uns, als hätten wir Ihn niemals getäuscht; Er behandelt seine verlorenen Söhne, als ob sie niemals irre gegangen wären.