Bernhard Ferkinghoff (* 25. April 1934 in Eschweiler bei Aachen, † 19. Dezember 1987 in Lahnstein) war ein römisch-katholischer Theologe und Autor geistlicher Lieder. Er wurde als Sohn des Reviersteigers Heinrich Ferkinghoff (* Brambauer/Lünen, † 1962) und Maria geb. Wolff (* in Nothberg, † nach 1987) geboren und besuchte ab dem Jahr 1946 das Gymnasium in Nothberg. Er legte 1954 dort das Abitur ab, worauf er als Novize in das Kloster Maria Engelport eintrat. Er besuchte das Studienhaus des Oblaten-Ordens in Hünfeld und wechselte nach einem Semester in das internationale Scholastikat in Rom. Im Jahr 1961 wurde er in Roviano/Italien zum Priester geweiht und kehrte 1962 nach Deutschland zurück, wo er in Hünfeld als Dozent für Philosophie lehrte. Im Jahr 1968 folgte eine Gastprofessur im Scholastikat in Massachusetts und 1969 die Übernahme des Amts eines Moderators für die Scholastiker in Hünfeld, während er gleichzeitig sich der diözesanen Jugendarbeit widmete und Präses des Fuldaer Diözesanverbandes des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) wurde. Für seine Verdienste wurden ihm die Bonifatiusmedaille und das BDKJ-Ehrenkreuz in Gold verliehen. Im Jahr 1975 wechselte Ferkinghoff nach Mainz, wo er in der Redaktion der Predigtzeitschrift Gottes Wort im Kirchenjahr mitarbeitete. Im Oktober 1978 wurde er als Provinzial für die deutsche Ordensprovinz eingesetzt, wo es zu seinen Hauptaufgaben gehörte, das Generalkapitel 1980 und die anstehende Satzungsrevision vorzubereiten. Dort wurde er zum Generalrat für Europa ernannt. Wenn er in Deutschland war, wohnte er in Lahnstein. Ordensrechtlich gehörte zum Generalhaus in Rom. Von dort aus visitierte er die europäische Region, wobei ihm seine guten Kenntnisse in sechs Sprachen des Kontinents zustattenkamen. Er verstarb an Magenkrebs und wurde in Maria Engelport beigesetzt. Er hat zusammen mit Werner Morgenstern, Alois Albrecht, Karin Heinen, Josef Metternich und Kurt Rose das 1972 entstandene Lied Unser Leben sei ein Fest verfasst, das in sehr vielen modernen Sammlungen geistlicher Lieder zu finden ist.
Quelle: Joachim Scherf: 200 x nachgefragt