Gottlob Julius Friedrich Gutbrod (* 26. März 1841 in Stuttgart/Königreich Württemberg; † 7. April 1893 in Uhlbach) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pfarrer und Schriftsteller. Er wurde als Sohn des Stadtschultheißen Georg Gottlob Gutbrod (1791-1861) geboren, viele Vorfahren väterlicherseits waren Pfarrer, die der Kirche seit der Reformationszeit gedient hatten. Nach dem Studium der Theologie legte Gutbrod im Jahr 1863 die Kandidatenprüfung ab und verbrachte eine Zeit am Missionshaus in Basel, von wo er 1868 als Pfarrer nach Liverpool zog. Im Jahr 1869 legte er die Anstellungsprüfung ab und wurde als Pfarrverweser nach Gaisburg berufen. Noch imselben Jahr wechselte er an das Schullehrerseminar in Esslingen, um ebenfalls im Jahr 1869 eine Gemeinde in Maulbronn zu übernehmen, wo er bis 1872 im Dienst war. Anschließend wurde er als Diakon (Zweiter Pfarrer) nach Bietigheim berufen und war ab 1878 Pfarrer in Kohlberg. Schließlich übernahm er im Jahr 1890 die Pfarrstelle in Uhlbach, einem Ort, der heute ein Stadtteil von Stuttgart ist, wo er drei Jahre später verstarb. Gutbrod übertrug geistliche Lieder ins Deutsche, so beispielsweise das Abendlied O bleibe, Herr, der Abend bricht herein aus dem Englischen. Dieses Lied findet sich in der 1881 von Ernst Gebhardt herausgegebenen Liedsammlung Frohe Botschaft und Evangeliums-Lieder. Darüber hinaus verfasste Gutbrod die Erzählung Römische Bruderliebe - Eine Geschichte aus der Reformationszeit, die 1890 in Leipzig verlegt wurde. Sein Sohn Hermann Karl Otto Gutbrod (* 1876) war ebenfalls Pfarrer.
Quelle: Joachim Scherf: 200 x nachgefragt