Hermann Friedrich Bauschert (* 25. April 1898 in Heilbronn-Neckargartach; † 10. Dezember 1988) war ein deutscher Laienprediger, Politiker und Lieddichter. Er wurde als neuntes Kind des Bäckermeisters Christian Bauschert (1859-1932) und Marie, geb. Schaal (1859-1943), geboren und hatte zehn Geschwister. Er wurde evangelisch getauft und besuchte den Konfirmationsunterricht der Landeskirche. Er ging vom 7. bis zum 14. Lebensjahr in die Volksschule Neckargartach. Zwischen April bis Dezember 1912 besuchte er die Zeichenschule in Heilbronn als Vorschule für den gewählten Beruf als Silberschmied und trat im Januar 1913 eine Ausbildung im Silberschmiedberuf bei der Firma Bruckmann in Heilbronn an, die bis Dezember 1916 dauerte. Im Jahr 1917 trat er zur evangelisch-methodistischen Kirche über. Er leistete von November 1917 bis Januar 1919 Kriegsdienst und kam 1918 mit Landsturmkompanie zur Fliegerabwehr in der Stadt Arlon. Er kehrte nach Kriegsende als Silberschmied in seine Ausbildungsfirma zurück, wo er bis 1931 arbeitete; worauf er das Bäckerhandwerk erlernte und die Bäckerei seines Vaters übernahm. Im Jahr 1925 heiratete Bauschert die Bäckerstochter Luise, geb. Michler (1900-1995), und hatte mit ihr in den folgenden Jahren vier Kinder, die zwischen 1926 und 1936 geboren wurden. Von August bis November 1939 leistete er wiederum Kriegsdienst, diesmal am Westwall, an der sog. Siegfriedlinie. Von dort wurde er in die Heimat entlassen, da Familienväter mit mindestens vier Kindern freigestellt wurden. Ab Frühjahr 1940 arbeitete er in der Bäckerei seines Schwiegervaters, weil dessen Sohn eingezogen worden war, wurde dann aber im April 1943 vom Arbeitsamt als Technischer Abnahmebeamter in der Munitionsherstellung bei den NSU-Werke Neckarsulm dienstverpflichtet. Im Zeitraum zwischen 1946 und 1953 saß Bauschert als Abgeordneter der CDU-Fraktion im Gemeinderat der Stadt Heilbronn. Die zu einem Gemischtwarengeschäft umgewandelte Bäckerei wurde 1962 aufgegeben. Im Jahr 1963 zog das Ehepaar zu einer Tochter und verbrachte dort den Ruhestand bis zum Lebensende. Bauschert betreute lange Jahre in der Methodistengemeinde die Sonntagsschule, war Laienprediger und besorgte den Besuchsdienst in der Gemeinde. Eines seiner Lieder steht in der dritten Auflage des vom Diakonissenmutterhaus Aidlingen im Jahr 1986 in Stuttgart herausgegebenen Gesangbuchs Neue Lieder. Es hat den Titel Er kann alles, er kann trösten.
Quelle: Joachim Scherf: 200 x nachgefragt