Christliche Liederdatenbank  

Abgewandt (Mit Sehnsucht verlangt Er das Mahl in der Nacht)

1) Mit Sehnsucht verlangt Er das Mahl in der Nacht,
noch einmal vereint mit den Seinen.
Er beugt sich zu Boden und greift statt nach Macht
zu Schale und Wasser und Leinen.
Bewusst der Bedeutung, tränkt Er ein Stück Brot,
von fragenden Blicken bewacht.
Ein letzter Appell an den Freund, der Ihm droht.
Die Tür fällt ins Schloss, es ist Nacht.

Ref.: Statt Anbetung fand Er, der in das Seine kam,
nur Verhöhnung und Gewalt.
Statt Anbetung fand Er, der in das Seine kam,
Mensch und Gott abgewandt.

2) Bedrückt und beängstigt, zu Tode betrübt,
ein Engel bestärkt den Geplagten.
Die Elf, die Er bis an Sein Ende geliebt,
verschliefen, verkannten, versagten.
Laut ruft Er zum Vater: "Dein Wille gescheh!"
Sie schlafen und nehmen nichts wahr,
erwachen, bedrängt von der Feinde Armee,
und fliehn, denn die Stunde ist da.

3) Von Heuchlern verhört, als Betrüger verklagt,
entwürdigt durch Schläge der Speichel.
Von Kajaphas unter Beschwörung gefragt,
warum Er trotz alledem schweige.
Das Urteil gefällt und zu Hofe geführt,
sieht Petrus, ans Feuer gestellt.
Ein letzter vergebender Blick, der berührt.
Ein Hahnenschrei klingt. Es wird hell.


Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

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