Antlitz unsers Königs    

1) Antlitz unsers Königs,
neige dich und schaue,
wie sich die Gemeine baue!
Kennst du nicht die Armut,
die wir an uns merken
in den selgen Gnadenwerken?
Gleichwohl hast
du die Last,
die so mancher träget,
ihm selbst aufgeleget.

2) Sollen nun die Menschen,
die dich nicht verstehen,
endlich dennoch in sich gehen;
sollen sie nicht sagen:
Wo ist euer König?
Denn er unterstützt euch wenig;
soll vielmehr
deine Ehr
auch durch uns erschallen,
dürfen wir nicht fallen.

3) Innigkeit und Mannheit
sind die beiden Sachen,
die ein Kind des Friedens machen,
das in deinem Weinberg
als ein Knecht soll handeln
und in lauter Segen wandeln.
Es ist auch
dein Gebrauch,
dass du deinen Knechten
hilfst mit deiner Rechten.

4) O du innigs Wesen
und du Mensch in Gnaden,
sei ganz herzlich eingeladen!
Wallen und Daheimsein
müsse dir in allen,
seligs Wesen, wohlgefallen!
Unsern Sinn
nimm dahin,
er sei dein alleine,
dein und der Gemeine!

5) Helfer der Verirrten
in den eignen Wegen,
komm mit deinem Kreuzesegen!
Mächtiger Zerstörer
aller Satanswerke,
übe ferner deine Stärke!
Jesu Tod,
Kreuz und Not
werden unsre Sachen
besser gehen machen.

6) Mache die Gemeine
dir zur Friedenshütte
und gib uns gerade Schritte!
Lass der Arbeit Lasten,
die wir aufgeladen,
uns gedeihn nach deiner Gnaden,
dass wir dich
festiglich
fassen und dir trauen,
glauben ohne Schauen.

Text: ,
Melodie: Wunderbarer König

Das Lied "Antlitz unsers Königs" ist in 1 Liederbüchern enthalten:

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