Christliche Liederdatenbank    

Erhebt die Häupter himmelwärts

1) Erhebt die Häupter himmelwärts,
Der Herr ist nah den Seinen.
Vergesst der Erde Müh' und Schmerz
Und höret auf zu weinen,
Eröffnet eure Herzen weit
Und schmücket euch und seid bereit
Den Heiland zu empfangen.

2) Verlasst die Welt mit ihrem Schein
Und ihrem eitlen Prangen.
Den Friedensfürsten ladet ein
Voll innigem Verlangen,
In Demut tretet vor ihn hin,
Ergebt euch ihm mit Kindersinn,
Der euch zuerst geliebet.

3) Er kommt so arm und dürftig her,
Von dem wir alles haben,
In harter Krippe schlummert er
Voll ew'ger Gottesgaben.
In unser armes Fleisch und Blut
Verkleidet sich das höchste Gut,
Uns alle zu erlösen.

4) Der Heil'ge kommt in Knechtsgestalt
Den Sündern selbst entgegen,
Aus seinem sel'gen Blicke strahlt
Nur Friede, Trost und Segen,
Er geht mit uns nicht ins Gericht,
Zeigt uns des Vaters Angesicht
Voll Gnade, Lieb' und Wahrheit.

5) Sein Stern erhellt die trübste Nacht,
Er ist von keinem ferne,
Er gibt auf all und jeden Acht
Und hilft und rettet gerne,
Geht dem verirrten Schäflein nach
Und gibt sich selbst in Tod und Schmach
Mit unsrer Schuld beladen.

6) O fühlt es doch recht innig-treu,
Dass er euch hat gefehlet,
Bekennt ihm eure Sünden frei
Und klagt ihm, was euch quälet.
Er ist ja sanft und himmlisch mild.
Und wen der Herr mit Freuden fällt,
Der ist wahrhaftig fröhlich!

7) Denkt an das Eine stets was Not,
Weicht nicht von seiner Stelle,
Verlangt nur recht nach seinem Brot
Und seines Lebens Quelle,
Mit Tränen schauet himmelwärts
Und fallt ihm reuig an das Herz:
Sein Arm ist weit und offen.

8) Legt ab den alten Wahn und Glanz,
Der euch von ihm will scheiden
Und lasst euch mit des Friedens Kranz
Von eurem Herrn bekleiden.
Wirf alles Irdische von dir,
Dann ist der Heiland deine Zier,
Dein Glück und deine Krone.

9) Und wirst du dann auf wildem Meer
Auch hin und her getrieben,
Er ist dein Anker, Schutz und Wehr
Und will dich ewig lieben.
Er ist dein Licht in Nacht und Leid,
Dein Schwert und Sieg in Kampf und Streit
Und lässt dich nicht erliegen.

10) Und wenn sein Geist dich stets erneut
Und flammt durch deine Seele,
Dann bist du voller Freudigkeit
Auch in des Todes Höhle.
Denn ist des Lebens Herr dein Freund,
So kann nicht Furcht, nicht Grab, noch Feind
Aus seiner Hand dich reißen.

11) Dann lebst du wohl doch nicht mehr du.
Denn Christus ist dein Leben,
Dein Friede, Segen, Heil und Ruh',
Dein Hoffen, Ziel und Streben.
Dann bist du nimmermehr allein,
Im Himmel einst auf ewig sein,
Und unaussprechlich selig.

Text:
Melodie:

Den Liedtext und Noten findet man in folgenden Liederbüchern:

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Reichs-Lieder 593 Bestellen