1) Gott, du bist die Liebe,
deines Herzens Triebe,
diese dringen dich.
Du willst, dass ich lebe
und mich dir ergebe,
Herr, hier hast du mich!
O mein Heil,
dein Liebesseil
ziehe mich von dieser Erden,
dein, nur dein zu werden.
2) Gott, du bist die Liebe,
die ich oft betrübe,
die mich dennoch trägt.
Die mich mit Erbarmen
und mit Liebes-Armen
auf die Achseln legt.
O mein Hort,
regiere fort
alle meine Tritt' und Schritte,
höre, was ich bitte.
3) Gott, du bist die Liebe,
und nach diesem Triebe
ist es auch geschehn,
dass sich dein Herz lenket,
einen Mittler schenket,
den wir leiden sehn.
Dessen Blut
macht alles gut,
und versetzt uns arme Sünder
in die Zahl der Kinder.
4) Gott, du willst aus Liebe,
dass ich Glauben übe,
und voll Liebe sei.
O Anfang und Ende!
Nimm mich in die Hände,
mach mein Herze neu.
O mein Hort,
gib mir durchs Wort
beides, Wollen und Vollbringen,
so wird es gelingen.
5) Gott, du bleibst die Liebe,
und derselben Triebe
hören niemals auf.
Wenn ich auch einst sterbe,
und dein Reich ererbe,
wenn sich schließt mein Lauf,
so bleibt doch
die Liebe noch,
und bei jener Schar der Frommen
lieb ich dich vollkommen.
