1) Gott ist ein großer Gott,
sein Glanz ist Flammen gleiche.
Er herrschet wunderbar
in seinem Allmachtsreiche,
ein jedes Stäublein ehrt
den starken Zebaoth,
und tut nach seinem Wink,
Gott ist ein großer Gott.
2) Der Himmel zürnet sehr
auf unsre schweren Sünden,
und droht uns hier und da
ein Feuer anzuzünden,
weil man nicht Buße tut,a
schlägt er noch immer mehr,
drum häuft das Unglück sich,
der Himmel zürnet sehr.
3) Ich hab es wohl verschuldt,
wenn Blitz und Feuer schrecken,
da meine Sünden auch
nach Sodoms Lüsten schmecken.
Ach, hätte Gott mit mir
nicht noch so viel Geduld,
so wär ich Asch' und Rauch:
ich hab es wohl verschuldt.
4) Doch halt ich mich an dich,
wenn Erd' und Himmel zittern,
Herr, du bist Schutz und Turm,
wenn Mast und Segel splittern.
Mein Eben-Ezer ist:
Gott rettet wunderlich,
der Felsen stehet fest:
drum halt ich mich an dich.
5) Kein Unglück schadet mir,
Gott weiß es abzuwenden,
es steht doch alles nur
in seinen Allmachtshänden,
auf die verlass ich mich,
mich reißet nichts von dir,
ich bin in deinem Schoß,
kein Unglück schadet mir.
6) Der Himmel ist das Haus,
dahin du mich wirst führen,
wenn sich die ganze Welt
im Feuer wird verlieren.
Da fließen Wein und Öl,
mit vollen Strömen aus.
Da werd' ich heil und satt,
der Himmel ist das Haus.
