1) Großer Fürst der Herrlichkeiten,
dessen Reich kein Ende hat,
du wirst weder müd' noch matt,
uns die Stätte zu bereiten,
wo du, für gar kurze Last,
kronen auszuteilen hast.
2) Richte meines Glaubens Blicke
oft nach diesem Kleinod hin,
dass ich meinen ganzen Sinn
unter Ringen dahin schicke,
wo Reich, Zepter, Purpur, Thron
ist der Deinen reicher Lohn.
3) Alle Dinge dieser Erden
sind als Schatten jener Welt
uns nur darum aufgestellt,
dass wir dran geübet werden.
Es sind Bilder, die vergehn,
und in keiner Dauer stehn.
4) Baue mich zu deiner Hütte
und zu deinem Tempel aus,
wache über dies dein Haus,
dass ich alle meine Schritte
nur nach deinem Ziele tu
und nie in mir selbsten ruh.
5) Öffne mir die Glaubens-Augen,
dass ich, wie ein Kindelein,
in mir selbsten arm und klein,
möge an der Gnade saugen:
die, was mich annoch befleckt,
mit Erbarmen überdeckt.
6) Weise mir die rechten Wege,
die ins Herz des Vaters gehn,
lass mich nirgends stille stehn,
und erhalt mich auf dem Stege,
der, wenn man nur redlich ringt,
in das Land des Friedens bringt.