1) Ich klopfe an, ich steh vor deiner Tür
erwart mit Freud und Schmerz
den Augenblick, wo du willst öffnen mir
dein heldenbedürftig Herz,
für deinen Schaden, deine Sünden,
kannst du bei mir nur Heilung finden,
ich klopfe an, ich klopfe an.
2) Ich klopfe an, oft leise nur und sacht,
vielleicht, dass sanftes Flehn
dein Aug und Ohr, dein Herz beweglich macht,
doch bald nach mir zu sehn;
o, lass mich nicht mehr stehn,
ich höre dich einmal aufzuflehn,
jetzt klopf ich an, jetzt klopf ich an.
3) Ich klopfe an mit schwerem Hammerschlag,
wenn du nicht hören willst;
ob auch dein Herz darüber zittern mag
und du die Schläge fühlst,
es ist doch nur mein tief Erbarmen,
zu retten dich aus Satans Armen;
drum klopf ich laut, drum klopf ich laut.
4) Ich klopfe an, vielleicht zum letzten Mal,
eh deines Grabes Gruft
dich fest umschließt, und der Posaunenschall
dich zum Gerichte ruft,
o, nun gilt länger kein Verweilen,
willst du zum sichern Hafen eilen,
eh es zu spät, eh es zu spät.
Das Lied "Ich klopfe an, ich steh vor deiner Tür" ist in 1 Liederbüchern enthalten:
| Cover | Liederbuch | Nummer | Noten |
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Frohe Botschaft im Lied - Band 2 (1960) |
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