In den Schoß der Ewigkeiten    

1) In den Schoß der Ewigkeiten
sinkt des Jahres rascher Lauf.
Aus dem bangen Druck der Zeiten
richten wir den Blick hinauf.
Herr, lass deine Stimme hören,
die zum tiefsten Herzen dringt.
Send aus deinen Friedens-Chören
jenen Ton, der nie verklingt.

2) Dein Gebot sei unsre Ehre,
deine Wahrheit unser Ruhm.
Fern sei jede Menschenlehre,
Herr, von deinem Heiligtum.
Traurig ist die Welt zerrissen,
die dem Wahn des Tages lauscht.
Mit des Zweifels Finsternissen
hat sie dein Gesetz vertauscht.

3) Lass des Glaubens helle Leuchte
nicht vergehn am Firmament.
Mit dem Tau der Gnade feuchte
was auf Erden glüht und brennt.
Heiland! Zwischen deine Glieder
tritt mit deinem Blick hinein.
Deinen Frieden gib uns wieder,
heiß uns rechte Brüder sein.

4) Bleib von den vergangnen Tagen
nur zurück die Bitterkeit,
ach, dann ist sie zu beklagen
doppelt die verlorne Zeit.
Herr, die neugeschenkten Stunden,
noch von Schuld und Irrtum rein, -
lass sie ganz für dich gefunden.
Lass sie für den Himmel sein.

Text:
Melodie: Unbekannt