O König aller König groß    

1) O König aller König groß,
man spürt die Güt' ohn' Unterlass.
Du schaffst und gibst an allem Ort
die Notdurft durch dein kräftig' Wort.

2) Wir bitten für die Frücht' im Feld,
die niemand als dein Macht erhält,
du wollst sie segnen und bewahrn.
Lass ihn' kein Schaden widerfahrn.

3) Das Firmament also regier',
dass man dein Vorsorg' merk und spür.
Schaff, damit das Gestirn so geh,
auf dass der Frucht kein Schad' gescheh.

4) Das Wetter lass nicht schädlich sein,
zu rechter zeit gib Sonnenschein.
Früh und spät Regen gib dabei,
damit das Erdreich fruchtbar sei.

5) Den Himmel lass nicht sein wir Eis'n,
dass er nicht könnt sein' Kraft beweis'n.
Schließ auf die Wolken, gib herfür,
was man bedarf zur Notdurft hier.

6) Mach nicht wie hartes Erz die Erd',
dass uns drauf würd' kein Frucht beschert.
Sprich du den Segen, dass sie geb,
davon der Mensch ess, dass er leb'.

7) Die Frücht' lass wachsen und bekleibn,
lass sie vor Unrat sicher bleibn.
Heiß Gärt' und Äcker fruchtbar sein,
und gib und Obst, Getreid' und Wein.

8) Wollst' Raupen und Heuschrecken wehrn,
damit sie nicht die Frücht' versehrn.
Den Mehltau und Geschmeiß vertreib,
damit die Frucht zufrieden bleib.

9) Wend ab die übrig' Dürr und Hitz,
vor großer Näss' das Land auch schütz.
Vor Wetter, Hagel, Schloss und Brand
erhalt die lieben Frücht' im Land.

10) Vom Himmel fruchtbar Zeiten send,
den Misswachs gnädig wieder wend.
Erfüll das Herz mit Speis und Freud,
bewahr uns all vor Herzeleid.

11) Erbarm dich, Vater, deiner Kind',
die Rut' wir hätten wohl verdient,
weil wir dein Gaben missbraucht han,
den Armen auch nicht Gut's getan.

12) Aus Gnaden unser Sünden schon',
und uns nicht nach Verdienst ablohn.
Bescher uns unser Bisslein Brot,
bewahr uns stets vor großer Not.

Text:
Melodie: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt