Was glänzt so herrlich, hoch und hehr    

1) Was glänzt so herrlich, hoch und hehr
am blauen Himmelszelt?
Ein unergründlich Sternenmeer,
|: Der Vorhang jener Welt. :|

2) Wer zeigt dem Wunderheer die Bahn,
wer kleidet es mit Licht?
Darf ich als Kind zu ihm mich nahn?
|: Hält er, was er verspricht? :|

3) Hebt er dereinst den dunklen Flor,
der jene Welten deckt?
Schwingt sich mein Geist zu ihm empor,
|: Vom Schlummer auferweckt? :|

4) Ja, glaube nur, du wirst ihn schaun
im Glanz der Herrlichkeit!
Dort ist für die, die ihm vertraun,
|: Die Stätte längst bereit. :|

5) Zwar gibt's der Leiden manchmal viel,
weil's Himmels-Palmen gilt.
Nur munter fort! Es naht das Ziel,
|: Der Born, wo Labung quillt. :|

6) Und dort von jenen lichten Höhn
winkt ja der Morgenstern.
Er glänzt so freundlich und so schön,
|: Und leuchtet jedem gern. :|

7) Er leuchtet auch auf deinen Pfad
bei Tage und bei Nacht,
vom Morgen früh bis abends spat, -
|: O, hab auf ihn wohl acht! :|

8) Wie bebt vor Freuden mir die Brust,
schau ich ihn gleich von fern! -
die ganze Welt mit ihrer Lust
|: Lass ich dann fahren gern. :|

9) Mein Morgenstern ist Jesus Christ
mit seiner Gnad' und Huld.
Ach, sucht ich nur, was droben ist,
|: Dann trüg ich mit Geduld. :|

10) Es ist mein Hirt, mein Schild, mein Licht,
mein Weg, mein Trost, mein Heil,
und wenn des Leibes Hütte bricht,
|: Mein Leben und mein Teil. :|

Text:
Melodie: Nun sich der Tag geendet hat