1) Wie herrlich ist, Gott, Herr der Herren,
dein Name durch die Welt allhier?
Wie streckest du doch weit und ferren
im Himmel deine große Zier?
Die an der Mütter Brüsten liegen,
die Kinder, lehrst du deinen Preis,
so dass ihr Mund noch in der Wiegen
den Feind zu widerlegen weiß.
2) Wenn ich des Himmels Bau betrachte,
das Meisterstücke deiner Hand,
des Mondens schönes Licht bei Nachte,
die Sternen durch das blaue Land,
was ist es, sag ich, dass du denkest
hier dessen, der doch muss davon
und deine Gnade so verschenkest,
suchst heim damit des Menschen Sohn?
3) Kein Ding hast du ihm abgeschlagen,
nur dass er nicht ein Engel ist.
Hast ihn gekrönt und hoch getragen
mit Ehre, die du ihm erkiest.
du lässest alles ihn genießen,
was du erschaffen und getan,
und legest hin zu seinen Füßen,
was in der Welt ist um und an,
4) Der Ochsen Schar, der Schafe Herden,
das Wild, das in dem Felde lebt,
geflügel, Fische, was auf Erden
im Wasser und in Lüften schwebt.
Wie herrlich ist, Gott, Herr der Herren,
dein Name durch die Welt allhier?
Wie streckest du doch weit und ferren
im Himmel deine große Zier.