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Predigten zu 2. Könige 15,9

"Und er tat, was böse war in den Augen Jehovas, so wie seine Väter getan hatten; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Die Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte

Dies Kapitel schildert die Zustände, die dem schließlichen Untergang des Zehn – Stämme – Reiches vorausgingen, das Verderben und die Zerrüttung des Volkes, wodurch es gar leicht den Assyrern zur Beute fiel. Ein Scheinkönig nach dem anderen bestieg den Thron, um nach einer kurzen Regierung wieder zu stürzen, und viermal wird es wiederholt, dass sie wandelten in den Fußstapfen Jerobeams, „der Israel sündigen machte.“ Der vor zwei Jahrhunderten ausgestreute Same war nun zur Reife gekommen und zog den Untergang der ganzen Nation nach sich. Ist das nicht eine Erläuterung der von Gottes Geist eingegebenen Worte: „Die Sünde, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod?“

In der Geschichte des Reiches Israels wird uns zwölfmal gesagt, dass Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel sündigen machte. Die Einrichtung des Kälberdienstes schien seinerseits auf politischer Klugheit zu beruhen; aber dadurch wurde Gottes Gebot aufs gröbste verletzt, – und was an sich unrecht ist, kann auch in der Politik nicht recht sein. Das Reich Israels musste zerfallen, um auf alle Zeiten hinaus zu beweisen, dass die Missachtung des göttlichen Gesetzes ein auf Sandgrund aufgerichtetes Gebäude ist, das dem Zahn der Zeit nicht Widerstand leisten kann.

Warum wird Jerobeam so häufig „der Sohn Nebats“ genannt? Warum sollte der Vater auf immer mit dem Sohn zusammengeschmolzen bleiben, wenn er nicht irgendwie für dessen Sünden verantwortlich oder damit verknüpft gewesen wäre? Es gab vielleicht einmal eine Zeit, wo Nebat den heranwachsenden Knaben hätte in Zucht halten, und ihn zur Anbetung des wahren Gottes erziehen können. Wie wichtig in es doch, dass Eltern keine Gelegenheit versäumen, um ihre Kinder zur Gottseligkeit zu leiten und sie aufzuziehen in der Zucht und Vermahnung zum HErrn!