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Predigten zu 2. Könige 18,36

"Und das Volk schwieg still und antwortete ihm kein Wort; denn es war das Gebot des Königs, der gesagt hatte: Ihr sollt nicht antworten! -"

Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Das Volk schwieg stille und antwortete ihm nichts; denn der König hatte gesagt: Antwortet ihm nichts!"

Dunkle, schwere Zeit war über Jerusalem gekommen. Das Zehnstämmereich war zertrümmert und das Volk in die assyrische Gefangenschaft geführt worden. Nun dachte der Assyrerkönig, auch mit Juda ein Ende zu machen, und sandte Boten nach Jerusalem, um dem König Hiskia vor den Ohren des ganzen Volkes den Untergang anzudrohen. Mit herausfordernden Worten richteten die Gesandten ihre Botschaft aus. Aber die Antwort des Volkes war - ein großes Schweigen.

Dies Schweigen war eine Tat des Gehorsams. Der König hatte geboten: Antwortet nicht! Nun, so schwiegen sie.

Es war ein Zeichen des Vertrauens. Wir wissen nicht, so konnten sie sich sagen, was die richtige Antwort wäre; aber unser König wird das Rechte sagen und tun.

Dies Schweigen birgt eine tiefe Lehre. Nicht mit dem Feind lass dich ein, du Israel Gottes! Ob er als brüllender Löwe oder als gleißende Schlange kommt, so überweise ihn deinem König. "Wenn mir der Satan naht, blick ich zum Helden, der ihn zertreten hat." Das ist die Kampfesart und die Siegeswaffe der Überwinder. - Wie Hiskia's Gott damals den Feind herrlich besiegte, so hilft er heute noch denen, die im heiligen Schweigen des Glaubens sich ihm überlassen.

Liebster Jesu, sieh, ich hülle Mich in Dich hinein. O da bin ich wohl geborgen, Kann ich stille sein.