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Predigten zu 2. Korinther 1,3

"Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott alles Trostes,"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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KANN LEIDEN GUT SEIN?

Allzu oft vergessen wir, dass Gott das Böse und Leid benutzt, um uns etwas beizubringen. Er kann es zum Guten wenden, so dass es uns dient und wir geistlich wachsen. Manchmal erfahren wir Leid in Form von Verfolgung, weil wir nicht bereit sind, unseren Glauben an den Herrn zu verleugnen. Oft sind es aber auch einfach die alltäglichen Leiden, Schwierigkeiten, Krankheiten und Konflikte, die Bestandteil dieser sündigen und gefallenen Welt sind.

Manchmal züchtigt uns Gott aber auch, weil wir in einer gewissen Sünde verharren. So erging es Ananias und Saphira in den Tagen der frühen Gemeinde (Apg 5,1-11). Auch einige Gläubige der Gemeinde in Korinth ereilte dieses Schicksal (1Kor 11,29-30).

Wie immer die Umstände auch sein mögen: Du musst Leid nicht als etwas grundsätzlich Schlechtes betrachten. Du kannst dadurch vieles lernen, wie z.B. Freundlichkeit, Mitgefühl, Demut, Barmherzigkeit, Geduld und Milde. Gott kann Leid auch auf einzigartige Weise benutzen, um dich näher zu sich selbst zu ziehen – das ist das Wichtigste.


Autor: Samuel Keller (* 15.03.1856; † 14.11.1924) deutscher protestantischer Theologe und Schriftsteller

"Der Gott allen Trostes ..."

Allen Trostes! Also es gibt keinen wirklichen Trost für uns arme, trostbedürftige Leute, den er nicht hätte und senden könnte. Gott hat Paulus wunderbar getröstet, so dass er nicht nur für sich darin sein Genügen fand, sondern - "wie Tau vom Hermon nieder auf Gottes Berge fließt" - von ihm konnte der erfahrene Trost auf seine Freunde und Gemeinden weitergehen. Nicht nur Trostlosigkeit steckt an, sondern auch Getröstetsein. Ich möchte sogar nach einigen Erfahrungen, die ich darin machen konnte, behaupten: Der Herr tröstet uns, seine Knechte, um deretwillen, die wir trösten sollen, so reichlich und so merkwürdig deutlich. Bisweilen kam mir solch eine Trostwelle zu, dass ich überrascht war und nicht wusste, wie mir geschah. Aber die Leute, denen diese Gabe eigentlich galt, waren schon auf dem Wege zu mir, um mir ihren Jammer zu klagen. Es ist ein wunderbarer Gott, wenn man mal hin und her in solch kleinen Ausschnitten etwas von seiner Herrlichkeit und Barmherzigkeit erkennt. Wie muss das einst werden, wenn wir ihn ganz erkennen werden, und die Hochflut allen Trostes die letzten Ruinen unserer Trauer wegschwemmen wird, dass man vor Jauchzen sich ihrer nicht mehr wird erinnern können.

Du Gott allen Trostes! Wir danken dir für deine Barmherzigkeit, damit du uns erquickt hast über Bitten und Verstehen. Hilf uns, dir treuer werden und dir besser dienen, damit du durch uns geehrt werdest. Amen.