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Predigten zu 2. Korinther 4,4

"in welchen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist."

Autor: William MacDonald (* 07.01.1917; † 25.12.2007) US-amerikanischer Prediger der Brüdergemeinden
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"... das Evangelium der Herrlichkeit des Christus."

Wir sollten niemals vergessen, dass das Evangelium die frohe Botschaft von der Herrlichkeit Christi ist. Natürlich hat es Den zum Inhalt, der gekreuzigt und begraben wurde. Aber Er ist jetzt nicht mehr am Kreuz, Er ist nicht mehr im Grab. Er ist auferstanden, ist aufgefahren in den Himmel, und ist jetzt der verherrlichte Mensch zur Rechten Gottes.

Wir stellen Ihn den Menschen nicht als den einfachen Zimmermann aus Nazareth vor, nicht als den leidenden Gottesknecht oder den Unbekannten aus Galiläa. Erst recht präsentieren wir Ihn nicht als den verweichlichten Humanitätsapostel der modernen religiösen Kunst.

Wir predigen den Herrn des Lebens und der Herrlichkeit. Er ist Derjenige, den Gott hoch erhoben und Ihm einen Namen gegeben hat, der über jeden Namen ist. Vor Seinem Namen wird jedes Knie sich beugen, und jede Zunge wird bekennen, dass Er Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters. Er ist mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, ein Fürst und ein Erretter.

Allzuoft verunehren wir Ihn durch die Botschaft, die wir predigen. Wir verherrlichen den Menschen mit seinen Talenten und erwecken den Eindruck, dass Gott eigentlich froh sein müsste, dass ein solcher Mensch Ihm dient. Wir vermitteln die Vorstellung, als ob der Mensch Gott kolossales Wohlwollen bewiese, wenn er Ihm vertraut. Das ist aber nicht das Evangelium, das die Apostel predigten. Sie sagten praktisch: "Ihr seid des Mordes des Herrn Jesus Christus schuldig. Ihr habt Ihn genommen und mit gesetzlosen Händen ans Kreuz genagelt. Aber Gott hat Ihn von den Toten auferweckt und Ihn zu Seiner Rechten im Himmel verherrlicht. Dort ist Er jetzt in einem verherrlichten Leib aus Fleisch und Gebein. In Seiner vom Mal der Nägel gezeichneten Hand hält Er das Zepter des ganzen Universums. Er wird wiederkommen und den Erdkreis in Gerechtigkeit richten. Deshalb müsst ihr Buße tun und euch im Glauben an Ihn wenden. Es gibt keine andere Möglichkeit der Errettung. 'Denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen'."

O dass wir doch einen neuen Blick für den verherrlichten Sohn des Menschen bekommen! Und eine Zunge, die die Myriaden von Herrlichkeiten verkündigt, die Seine Stirne krönen! Gewiss würden dann, wie einst zu Pfingsten, Sünder wieder vor Ihm erzittern und ausrufen: "Was sollen wir tun, Brüder?"


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Liebt nicht diese Welt!

Unser Herr Jesus Christus zog einen klaren Trennungsstrich zwischen dem Reich Gottes und dieser Welt. Er hat uns gelehrt, dass niemand zugleich beidem angehören kann!

Die Apostel lehren im Neuen Testament einheitlich, dass es nötig ist, dass sich ein Mensch von der Welt abwendet und keine Gemeinschaft mit ihr hat. Was ist aber dann diese Welt, vor der wir gewarnt werden? Es ist die Welt, wie wir sie kennen, die menschliche Gesellschaft. Kein Christ kann fehlgehen, sie zu erkennen, wenn er nur wirklich wissen will, was sie ist. Ich nenne nur einige Merkmale:

1. Unglaube. Mit denen Gemeinschaft zu haben, die im Unglauben leben, bedeutet, die Welt zu lieben. Religion ohne den Sohn Gottes ist Religion dieser Welt.

2. Unbußfertigkeit. Der Weltmensch zuckt wegen seiner Sünde nur die Achsel und fährt fort zu sündigen.

3. Gottlose Philosophie. Männer und Frauen dieser Welt akzeptieren es, dass ihnen diese Welt genügt, und sie kümmern sich nicht um die unsichtbare Welt Gottes. Sie schätzen die Erde weit mehr als den Himmel.

4. Äußerlichkeit. Ein Weltmensch lebt nur für die Welt, die um ihn herum existiert - er hat das Reich Gottes nicht in sich!