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Predigten zu 2. Mose 13,14

"Und es soll geschehen, wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was ist das? so sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat Jehova uns aus Ägypten herausgeführt, aus dem Hause der Knechtschaft."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Der HERR hat uns mit mächtiger Hand ausgeführt

Viermal weist Moses in diesem Kapitel mit Nachdruck auf die starke Hand, womit Gott Sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens erlöst hat, und wir erinnern uns dabei „der überschwänglichen Größe Seiner Kraft an uns, die wir glauben.“ (Eph. 1,15 – 20).

1. Gottes mächtige Hand reicht herab bis zu uns

Wie nutzlos wäre es gewesen, wenn Israel versucht hätte, sich selbst bis auf einen gewissen Grad zu befreien, und dann erwartet hätte, dass Gott das Übrige tue. Das Volk war so niedergedrückt, dass es nur in der tiefen Grube still liegen und stöhnen konnte. Gottes Hand aber reichte hinab bis in ihre tiefste Tiefe, um sie da zu berühren und zu ergreifen. Seine Hilfe ist nicht an unsre eigene Anstrengung geknüpft. Wenn wir ganz kraftlos sind, unsre Mühe vergeblich angewandt haben, wenn Leib und Seele verschmachtet – dann kommt Gott zu uns herab und wird unsers Herzens Trost und unser Teil ewiglich.

2. Gottes mächtige Hand ist stärker, als unsre mächtigsten Widersacher

Pharao war stark und hielt das Volk, wie etwa ein Kind eine Mücke in der geballten Faust hält. Aber eines Mannes Hand ist stärker als diejenige eines Kindes, und Gottes Hand ist stärker als Pharaos. Satan mag dich auch in Knechtschaft gehalten haben; aber fürchte dich nicht mehr. Schaue vielmehr auf Gottes mächtige Hand.

3. Wir dürfen uns auf Gottes mächtige Hand verlassen und sie für uns beanspruchen

Sie stellt sich zu der gläubigen Seele, wie etwa eine Lokomotive zu einer Reihe von Eisenbahnwagen; diese müssen aber mit ihr verbunden werden. Ebenso musst du, wenn du dich auf Gottes Kraft verlässest, sie auch auf dich anwenden, und dich ihr überlassen. Gedenke daran, dass Sein Arm nicht kurz geworden, Seine Hand nicht gelähmt ist, es sei denn, dass unser Unglaube und unsre Sünde das allmächtige Wirken Seiner Kraft aufhalten.