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Predigten zu 2. Mose 20,1

"Und Gott redete alle diese Worte und sprach:"

Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Gott redete alle diese Worte ."

Im Mittelpunkt der alttestamentlichen Geschichte steht die Gesetzgebung auf Sinai. Nachdem Gott sein Volk aus dem Diensthause Ägyptens erlöst hatte, wollte er es erziehen für seine Aufgabe unter den Völkern. Dazu tat er ihm seinen Willen kund zunächst in den zehn Geboten, die auf alle Zeiten ihre bindende Geltung haben.

Heute bleiben wir stehen bei den Worten: Gott redete. Die zerklüfteten Felsen des Sinai bildeten eine wunderbare Staffage zu der mächtigen Erscheinung. Der ganze Berg rauchte, darum dass der Herr herabfuhr im Feuer, und aus dunklem Gewölbe erhob sich ein Ton, wie einer sehr starken Posaune (2. Mose 19, 16). Wir spüren da etwas von der "schrecklichen Heiligkeit" Gottes.

O, es ist heilsam, uns diese hehre Majestät vorzustellen. Viele reden von dem "lieben Gott", als wäre er ein fernes Wesen, zu dem man sich freundschaftlich stellen könne oder auch nicht. Aber wir haben es zu tun mit einem großen und schrecklichen Gott (Dan. 9, 4), vor dem unser ganzes Wesen sich beugen muss in Anbetung und Ehrfurcht. Einen geringeren Gott möchte ich nicht haben. Denn dieser Gott ist herrlich, nicht nur in seiner Macht und Heiligkeit, sondern auch in seiner Gnade. Und er ist mein!

Herr Gott, Du bist unsere Zuflucht für und für. Meine Seele beugt sich vor Dir, dem mächtigen Urquell des Lebens, und lobt Deinen heiligen Namen.