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Predigten zu 2. Mose 30,32

"Auf keines Menschen Fleisch soll man es gießen, und nach dem Verhältnis seiner Bestandteile sollt ihr keines desgleichen machen; es ist heilig, heilig soll es euch sein."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Auf Menschenleib soll dies Wasser nicht gegossen werden

Beständig treffen wir in diesem Kapitel unter dem Bild des Salböls, Andeutungen auf das Werk des heiligen Geistes. Da geziemt es uns wohl, uns zu fragen, ob wir in unsrer täglichen Erfahrung ebenso viel Nachdruck darauf legen. Kann es mit Wahrheit von uns, wie von den Jüngern, an die Johannes schrieb, gesagt werden, dass die Salbung, die wir empfangen haben, bei uns bleibet. Es genügt nicht, den heiligen Geist in uns zu haben als unsre Heiligung; Er muss auf uns ruhen, um uns tüchtig zu machen zu Seinem Dienst.

Aber Er kann nicht auf den natürlichen Menschen ausgegossen werden; nur auf die kommt Er herab, die gewaschen, geheiligt, für Gott ausgesondert sind.

1. Es darf den fleischlichen Gelüsten nicht nachgegeben werden

Als wir noch im Fleische waren, da waren die sündlichen Lüste kräftig in unsern Gliedern. Aber jetzt darf in dieser Richtung nichts erlaubt werden. Nur eine stille, gottergebene Seele, die sich in strenger Selbstzucht hält, kann taugen als Wohnung des heiligen Geistes, da Er sich bleibend niederlassen kann.

2. Stolz und Ehrgeiz darf nicht befriedigt werden

Nur zu viele begehren nach dem heiligen Geist, um sich selbst einen Namen zu machen und eine Zuhörerschaft zu sammeln; aber es ist nicht zu erwarten, dass Gott uns den lebendigen Strom vom Throne, senden werde, um die Mühlräder unsres persönlichen Ehrgeizes in Bewegung zu setzen.

3. Wir sollen nicht mit fleischlicher Willenskraft danach trachten

Wir kämpfen und ringen oft, um den heiligen Geist zu empfangen und tun Fehlbitten. Erst wenn die Hoffnung, Ihn mit unsern eigenen Anstrengungen zu erringen, erstirbt; wenn wir gedemütigt und gebrochen vor Gott liegen, wenn wir Ihn anrufen, uns zu geben, was wir nicht erlangen können, dann naht Er sich uns und gibt uns die beste Seiner Gaben.