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Predigten zu 2. Mose 31,2

"Siehe, ich habe Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, mit Namen berufen"

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Ich habe mit Namen berufen Bezaleel

Wir pflegen leichthin die Beschäftigung eines Menschen seinen Beruf zu nennen, aber die tiefe Bedeutung dieses Ausdrucks wird uns selten klar. Einer mag zum geistlichen Amt b e ru fe n sein, ein andrer zum Justizwesen, andere, wie Bezaleel und Ahaliab zu allerlei Kunstfertigkeit im Handwerk. Ein jeder soll aber dessen gewiss sein, dass die verschiedene Begabung und Neigung, sowie die leitenden Umstände zusammen den göttlichen Beruf ausmachen, und dass wir ebenso bestimmt vom HErrn berufen sein können zum Geschäft eines Kaufmannes, eines Handwerkers, oder eines Dienstboten, als zum Dienst der Kirche.

Die Morgenglocke, die uns zur täglichen Arbeit läutet, ist der Ruf unsers Vaters, der uns heißt, die Aufgabe, die Er uns aufgetragen hat, wieder aufzunehmen. Wenn du an deine Arbeit gehst, mag sie dir noch so wenig gefallen, so sprich: „Gott hat mich hierzu berufen, und Er wird mir die Kraft, die Weisheit und Gnade schenken, deren ich bedarf.“

1. Bleibe bei deinem Beruf

Wenn er nicht sündlich oder unehrenhaft ist, so ist es besser, du bleibest darinnen, als dass du unruhig nach Veränderung trachtest; bist du aber gezwungen, etwas anderes zu suchen, so warte, bis Gott dir eine Türe öffnet.

2. Gott kann alle Unebenheiten deines Berufes ausgleichen

Bist du an deine tägliche Arbeit gebunden, so wisse, dass du frei bist in Christo; ist dein Leben dagegen ein müheloses, so denke daran, dass du ein Leibeigener Jesu bist. In Ihm findest du jeden Mangel erfüllt, jede Last erleichtert.

3. Tue alles für den Herrn

Alles in Gott und für Gott zu tun, und zu wissen, dass Er alles ansieht und beurteilt, nicht nach den erreichten Erfolgen, sondern nach den heiligen und himmlischen Beweggründen, die den Arbeiter leiten – das macht das tägliche, irdische Leben zu einem seligen.