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Predigten zu 2. Mose 35,21

"Und sie kamen, ein jeder, den sein Herz trieb; und ein jeder, der willigen Geistes war, brachte das Hebopfer Jehovas für das Werk des Zeltes der Zusammenkunft und für all seine Arbeit und für die heiligen Kleider."

Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Die erste Erweckung des Volkes Israel war der Auszug aus Ägypten. Die zweite zeigte sich in der Wüste, als Israel die Stiftshütte aufbaute, so wie Gott es gewollt hatte. Jede echte Erweckung führt zu sichtbaren Ergebnissen, zu Werken, die lebendig sind. Die Zeiten besonderer Ausgießungen des Heiligen Geistes mit wunderbar gesegneten Versammlungen werden vergehen. Aber was Gott schaffen wollte, bleibt; und alles was Gott geschaffen hat, ist seinerseits zu schöpferischem Wirken fähig.

Nachdem Gott Sein Volk erlöst hatte, führte Er es weiter und erwartete Schritte der Hingabe. Von ganzem Herzen gingen die Kinder Israels darauf ein. Willigen Geistes, von ihrem Herzen getrieben kamen sie und brachten ihre Gaben.

Verschlossene Herzen und ein unwilliger, widerspenstiger Geist sind große Hindernisse für Gottes Segen und für Erweckung. Ehe unser Herr zum Himmel auffuhr, machte Er Seinen Jüngern Vorwürfe über ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit, weil sie den Zeugen Seiner Auferstehung nicht geglaubt hatten. Ihre Herzenshärtigkeit war die Ursache ihrer Verständnislosigkeit, ihrer Halbherzigkeit und ihres Unglaubens. Damit taten sie ihrem Meister weh, der doch so viel Geduld mit ihnen hatte.

Dürfen wir aber die Jünger richten? Wir gleichen ihnen ja in so vielem! Bei all unseren Vorrechten, bei all den Wohltaten, die wir vom Herrn empfingen, bleibt unser Herz ungläubig und verschlossen. Wollen wir es nicht eingestehen? Unsere Zurückhaltung, unser Widersprechen, unsere Hintergedanken, unser Murren – all das kommt daher, daß unser Herz hart und unser Wille widerspenstig ist. Gott wolle uns die Gnade schenken, «von unserem Herzen getrieben, willigen Geistes zu sein». Er erwartet Gaben verschiedenster Art von uns, und vor allem möchte Er, daß wir selber uns Ihm weihen.

Dazu brauchen wir das Eingreifen des Heiligen Geistes. Er erfülle unser Herz, damit aus dem steinernen ein fleischernes werde! Er nehme alle unsere Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi, und unser Wille werde ein verständiger, eifriger Diener für unseren Herrn!