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Predigten zu 2. Mose 4,27

"Und Jehova sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und traf ihn am Berge Gottes und küßte ihn."

Autor: Alfred Christlieb (* 26.02.1866; † 21.01.1934) deutscher Theologe
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"Und der Herr sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wüste."

Nach der schrecklichen Begegnung mit dem zürnenden Herrn, die Mose in der Herberge gehabt hatte, beschert Gott ihm zur Stärkung eine freundliche, tröstende und aufrichtende Begegnung. Moses Bruder Aaron kommt ihm am Berge Gottes entgegen und begrüsst ihn. Es war das eine wirklich gesegnete Begegnung. Mehrere Besonderheiten zeichnen sie aus. - Sie war von Gott selber gefügt. Er, der Herr, hatte Aaron den Befehl gegeben, Mose entgegenzugehen. Es gibt viele Begegnungen, die nichts sind, als menschliche Mache. Sie führen entweder zu nichtigem Gerede oder fügen den Beteiligten gar schweren Schaden zu. - Wären wir nur immer so offen für Gottes Wirken, dass er uns senden kann wie hier den Aaron, wie er den Philippus zum Kämmerer oder den Ananias zum Saulus sendet. - Und was wird bei den Begegnungen zwischen den Menschen alles geredet. Aaron und Mose hatten ein gesegnetes, Gott wohlgefälliges Gespräch. Mose sagte dem Aaron "alle Worte, die der Herr zu ihm geredet hatte." Das war eine Aussprache im Sinne von Psalm 119, 172: "Meine Zunge soll ihr Gespräch haben von deinem Wort." Wenn man zusammenkommt, um das weiterzureichen, was Gott einem beim stillen Sinnen über seinem Wort beschert hat, dann sind das gesegnete Zusammenkünfte. - Zuletzt beachten wir noch, wie die beiden Männer sich aufmachen, um Gottes Gedanken zur Rettung seines geplagten Volkes auszuführen. Sie brauchten nicht zu überlegen, wie sie mit List oder Gewalt, mit kluger Politik oder anderen menschlichen Mitteln dem Pharao beikommen könnten. Sie hatten klare Weisung von Gott selber. - Wir stehen auch einer geplagten, nach Rettung aus der Gewalt des höllischen Pharao seufzenden Welt gegenüber. Wohl uns, wenn alle Begegnungen mit anderen Gottesmenschen uns tüchtiger machen zur Ausführung unserer heiligen Aufgabe an der jammernden Menschheit.