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Predigten zu 2. Timotheus 1,10

"jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung unseres Heilandes Jesus Christus, welcher den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,"

Autor: Dora Rappard (* 01.09.1842; † 10.10.1923) Schweizer Missionarin und evangelische Kirchenlieddichterin

"Unser Heiland Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergänglich Wesen ans Licht gebracht."

Der Tod hat eine furchtbare Macht. Seit dem Tag, da er im Gefolge der Sünde in die Welt gedrungen ist, hat er Geschlecht um Geschlecht niedergemäht mit seiner scharfen Sense. Vor ihm erzitterten die Stärksten. Aller Angesicht erblasste bei seinem Herannahen, und man gab ihm den Namen: König der Schrecken.

Da erschien Einer, der sich freiwillig unter das Gesetz des Todes beugte, um seine Brüder davon zu erlösen. Er starb und sank ins Grab. Aber der Tod konnte ihn nicht halten. Der Fürst des Lebens besiegte den König der Schrecken und nahm ihm seine Macht. Hallelujah! Zwar gilt allen Menschen noch der göttliche Ausspruch: Du bist Erde und sollst zur Erde werden. Aber der Tod hat keinen Schrecken für die an Jesum Glaubenden. Sie sind schon mit Christo gestorben. Leben, ewiges Leben hat ihnen der Auferstandene gegeben. Sie tragen es in sich, und keine Macht kann es ihnen rauben. Wenn einer Angesichts des Todes jauchzen kann:

Dein teurer Jesusname macht,
Dass auch im finstern Tal
Das Auge Deiner Kinder lacht,
Als ging's zum Hochzeitsaal -
ist da nicht der Tod überwunden?
Ist er nicht verschlungen in den Sieg?
O Jesu, Dir sei Dank gebracht,
Dass Du dem Tode nahmst die Macht,
Und dass die Deinen dort und hier
Auf ewig Eines sind in Dir!


Autor: Aiden Wilson Tozer (* 21.04.1897; † 12.05.1963) US-amerikanischer evangelischer Pastor und Autor (besser bekannt als A. W. Tozer)
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Der wahre Christ ist ein embryonaler Heiliger

Das Christentum, wenn es mit allen gegebenen Tatsachen übereinstimmt, rechnet mit dem offensichtlichen moralischen Ungleichgewicht im Leben der Menschen. Es bietet zur Erlösung nicht eine neue Philosophie, sondern ein neues Leben an! Das von den Christen ersehnte Ideal ist nicht ein vollkommener Wandel, sondern eine Verwandlung durch Erneuerung des Herzens und die Umgestaltung in das Bild Christi! Der wahre Christ ist ein embryonaler Heiliger. Die himmlischen Gene sind in ihm, und der Heilige Geist arbeitet daran, ihn geistlich fortzuentwickeln, damit er der Natur des himmlischen Vaters entspricht, von dem er göttliches Leben erhalten hat. Doch hier, in seinem sterblichen Leib, ist er Schwachheiten und Versuchungen ausgesetzt, und sein Kampf mit dem Fleisch lässt ihn manchmal außergewöhnliche Dinge tun.

Das Wirken des Heiligen Geistes im Herzen des Menschen vollzieht sich nicht unbewusst und automatisch. Menschlicher Wille und Verstand müssen bereit sein, bei den guten Absichten Gottes mitzuwirken. Ich glaube, dass hier unser Mangel liegt. Entweder versuchen wir, uns selbst heilig zu machen, und versagen kläglich, wie wir sicher alle zugeben müssen – oder wir verfallen in einen Zustand geistlicher Passivität und warten darauf, dass Gott unsere Natur heilig macht, wie man auf ein Rotkehlchen-Ei wartet, dass es ausgebrütet wird, oder auf eine Rose, bis sie erblüht. Das Neue Testament weiß nichts vom Wirken des Heiligen Geistes in uns, das nicht mit unserer Verantwortung verknüpft wäre. Wachsamkeit, Gebet, Selbstdisziplin und Kenntnis der göttlichen Absichten sind für einen wirklichen Fortschritt in der Heiligung unerlässlich!