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Predigten zu 3. Mose 6,13

"Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, welche sie der HERR darbringen sollen an dem Tage, da er gesalbt wird: Ein zehntel Epha Feinmehl als beständiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verlöschen

Dies ist das Bild des unaufhörlichen Wirkens Gottes am Menschen.

1. Die Liebe Gottes

Es hat nie eine Zeit gegeben, da Gott nicht geliebt hätte. Durch die Jahrhunderte hindurch brannte Seine Liebe und wird brennen, wenn auch noch so viel Gleichgültigkeit und Widerstreben auf sie gehäuft, oder darüber gegossen wird, wie jene Eimer voll Wassers auf Elias Opfer; sie wird nicht gelöscht. Sie ist heute so tief und kräftig als je, und möchte deine und meine Sünden vertilgen, denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“

2. Die Fürbitte Christi

Dieses Opfer behält seine Gültigkeit durch alle Zeiten hindurch. Was Er tat als Priester auf dem Kreuze, das tut Er noch als Priester auf dem Throne. Er bleibt „derselbe Jesus“; was Er war, ist Er und wird es auch bleiben. Seit Jahrhunderten, wenn die Heiligen ihre Gaben auf den Altar bringen, nimmt Er sie und trägt sie zu Gott hinauf, wie das Feuer das ihm Übergebene in der Lohe hinaufführt. Er lebt immerdar und bittet für uns: das Feuer, das einst in der Stiftshütte, auch in den langen Nächten brannte, zeugt uns von der unaufhörlichen, ungeschwächten Kraft der Fürbitte unsers Heilandes.

3. Das Amt des Heiligen Geistes

Das Feuer, das am Pfingstfest angezündet ward, brennt noch in der christlichen Kirche. Vom ersten Tage an, bis jetzt, hat es keine Unterbrechung erlitten. Durch eine Menge unbekannter Gemeinschaften und verfolgter Gläubigen ist das Feuer in der Welt brennend erhalten worden. Von Seiner steten Gegenwart in unsrer eigenen Seele hängt die Beständigkeit unsrer Liebe, unsrer Treue und unsers Gebetslebens ab. Wenn das Feuer in unsern Herzen nie ausgeht, wenn das Leben unsers Geistes in der Tat ein ewiges ist, so ist es nur, weil Er immerdar lebt und liebt.