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Predigten zu 4. Mose 7,9

"Aber den Söhnen Kehaths gab er nichts; denn ihnen lag der Dienst des Heiligtums ob: auf der Schulter trugen sie."

Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

In den Büchern Moses wird uns nicht nur Christus und der Dienst für Ihn, sondern auch das wahre Niveau dieses Dienstes geschildert. Jeder echte Dienst für Gott hängt von unserer Gemeinschaft mit Christus ab und geht vom Heiligtum aus, wo Er selbst wohnt.

In unseren Tagen, wo so viel Oberflächlichkeit und Formenwesen herrscht, ist es sehr nötig, daß wir unseren Dienst im Licht dieses Wortes aus dem 4. Buch Mose prüfen. Ob nun unsere Tätigkeit in der Öffentlichkeit oder im Verborgenen ausgeübt wird, ob sie uns vor die große Masse führt oder sich aus den Kleinigkeiten des täglichen Lebens zusammensetzt, immer sollte dieser Dienst von Gott eingegeben und von Ihm abhängig sein. «Der Dienst des Heiligtums!» Laßt uns bedenken, was das bedeutet, und Gott bitten, uns von aller Anmaßung, allem Hochmut zu befreien, der sich der gewährten Segnungen rühmt, sich mit anderen Menschen vergleicht und auf sie herabsieht. Der Dienst des Heiligtums ist die Verneinung jeglicher Selbstzufriedenheit. Er ist jener Bau von kostbaren Steinen, Gold und Silber, der die Feuerprobe vor dem Richterstuhl des Christus bestehen kann und dort seinen Lohn empfängt (1. Korinther 3,12-13).

Die rechte Gesinnung für diesen Dienst des Heiligtums und seine wahre Wesensart wird uns geschenkt, wenn wir den im Wort Gottes vorgezeichneten Weg durch das Tor in den Vorhof, an den Altar und ans eherne Waschbecken gehen. Nach dem Erleben der Kraft des Kreuzes zu unserer Rettung (das Tor), erfahren wir diese Kraft in unserer Gleichstellung mit Christus (am Altar – Galater 2,19-20). Das Wasser des Wortes Gottes (im Waschbecken) reinigt unser Gewissen und richtet die Gedanken und Gesinnungen unseres Herzens (Hebräer 4,12; 9,14). Dann verstehen wir auch die Bedeutung des zweiten Teils unseres Textes: «Sie trugen ihn auf ihren Schultern». Wir sollen die Belange des Herrn Jesus und Seines Werkes, so wie Er sie uns anvertraut hat, auf unseren Schultern tragen, indem wir uns mit ihnen identifizieren und uns für sie verantwortlich fühlen. Frei vom Suchen eigener, persönlicher Interessen, in Verbindung mit dem, der uns berief, sind wir dann die irdenen Gefäße, in die Er diesen Schatz gelegt hat, damit die überschwengliche Kraft Gott zugeschrieben werde und nicht uns (2. Korinther 4,7).