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Predigten zu 4. Mose 8,21

"Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider; und Aaron webte sie als Webopfer vor der HERR; und Aaron tat Sühnung für sie zu ihrer Reinigung."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Aaron webte sie als Webopfer vor Jehovah

Dies Opfer ist so interessant als lehrreich. Die Leviten galten als die Stellvertreter der Erstgeburt Israels. Zunächst wurden sie ausgesondert aus dem übrigen Volk, gereinigt, besprengt und schließlich durch eine feierliche Handlung Aarons, der sie nach dem hebräischen Wort, Jehova weben sollte, Ihm dargestellt. Dies Weben geschah natürlich nur auf bildliche Weise, etwa wie es beim Räuchern gebräuchlich war. Allein dies genügte nicht, sie mussten nachher ins Heiligtum gehen, und da ihren Dienst verrichten. Mit andern Worten: sie sollten mit der Tat ihre vor Gottes Angesicht eingenommene Stellung verwirklichen.

Hierin sehen wir ein genaues Gegenstück von dem, was Jesus für uns alle getan hat. Er sprach: „Ich heilige Mich . . . dass auch sie geheiliget werden.“ Als Er sich selbst ohne allen Fehl Gott opferte, um Seines Vaters Willen zu vollbringen, obwohl dies Ihn das Todesleiden Golgathas kostete, da webte uns der himmlische Aaron vor Gott, zu seinem Eigentum. Durch Seinen Tod wurden wir ausgesondert, um nun gänzlich unsers Gottes zu sein. Aber was uns durch die wunderbare Tat Jesu erworben wurde, muss auch durch unseren freien Entschluss zur Tatsache werden. Wir müssen darauf eintreten und den Dienst verrichten, wozu wir von dem heiligen Geist erwählt und ausgesondert worden sind.

Dies kann wiederum nur geschehen durch die Gnade desselben Geistes. Bitte Ihn, dass Er die Absicht Gottes in dir zu stande bringe; traue Ihm zu, dass Er dein Vertrauen erhalte: Sage jeden Morgen: „O heiliger Geist, ich verlasse mich auf dich, dass du mich in den Bahnen des göttlichen Willens bewahrest!“ Dann wage es, an die Pflichten des Tages heranzutreten und glaube, dass du stets in Gottes heiligem Dienste stehen, dass du alles – du essest oder trinkest, oder was du tun magst – zur Ehre Gottes wirst tun können.