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Predigten zu 5. Mose 23,14

"Denn Jehova, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben; und dein Lager soll heilig sein, daß er nichts Schamwürdiges unter dir sehe und sich von dir abwende."

Autor: Frederick Brotherton Meyer (* 08.04.1847; † 28.03.1929) englischer Baptistenpastor

Der HERR, dein Gott, wandelt unter deinem Lager, dass Er dich errette

Zu jeder Zeit hatte Israel es nötig, sich vor dem Bösen zu hüten; aber dann im ganz besonderen Sinne, wenn seine gerüsteten Heere zum Streit zogen; denn nach dem Wort der heiligen Propheten sollte es seine Kriege nicht selbst führen. Der HERRZebaoth war bei ihm; Er machte gemeinsame Sache mit Israel. Dies war Josua auf besondere Weise geoffenbart worden, als er den Fürsten über das Heer des HERRN mit gezücktem Schwerte neben sich stehen sah. Auch du, liebe Seele, darfst es glauben, dass in deinem Kampf gegen die Sünde außer dir, und gegen die Eingebungen deines eigenen verderbten Herzens, die Sache nicht dein, sondern deines Gottes ist. Er ist auf dem Plan; du brauchst dich nicht zu fürchten. Er hat geschworen, dir zu helfen mit Seiner rechten Hand und Seinem heiligen Arm, und Er wird deinen Feind vor dir in die Flucht geben.

Nur unter einer Bedingung jedoch war die Gegenwart Gottes unter Seinem Volke möglich: das Lager musste heilig sein. Nichts Unreines durfte in Seiner Umgebung gesehen werden; der Schleier der Mutter – Erde sollte jede Unreinigkeit zudecken. Wenn dann Gott die Reihen der Zelte entlang ging, so sollte Er nichts sehen können, das Sein Auge beleidigen, oder Ihn nötigen würde, sich abzuwenden. Wie lehrreich für uns! Gott beobachtet stets alle Gebiete unsers Daseins. Die geheimsten Verrichtungen unseres täglichen Lebens, unsere intimsten Verhältnisse, die Gedanken und Regungen unserer Herzen, alles ist Ihm offenbar. Es darf da nichts sein, vor dem Er sich in heiligem Abscheu abwende, sonst können wir nicht darauf zählen, dass Er mit uns in den Streit ziehe, uns den Sieg gebe und unsere Feinde vor uns in die Flucht schlage.