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Predigten zu Epheser 1,5

"und uns zuvorbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesum Christum für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens,"

Autor: John F. MacArthur (* 19.06.1939) US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor
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"In Liebe [hat Gott] uns zuvorbestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens"

Weil Gott dich liebt, hat Er dich als Sohn angenommen und gewährt dir alle Rechte eines Familienmitglieds.

Mose sagte den Israeliten, Gott habe dies Volk nicht wegen seiner Menge oder seiner ihm innewohnenden Güte erwählt, sondern aufgrund Seines souveränen Willens und Seiner aufopfernden Liebe (5. Mo. 7,7-8). Das gilt auch für dich, wenn du ein Christ bist.

Das griechische mit "Liebe" übersetzte Wort an dieser Stelle spricht nicht von emotionaler oder sentimentaler Liebe, sondern von einer solchen, die das Beste für den Anderen sucht, einerlei, was es kostet. Sie ist eher durch Opfer als durch Selbstsucht gekennzeichnet - mehr durch Geben als durch Nehmen. Sie sucht zu vergeben, nicht zu verdammen - sie vergibt Kränkungen und rechnet sie nicht auf.

Gott selbst ist der Inbegriff solcher Liebe. Er liebt dich so, dass Er Seinen Sohn für dich opferte, und dieser gab bereitwillig Sein Leben für dich hin (Joh. 3,16; 15,13).

Während falsche Götter aus Angst und Unwissenheit verehrt werden, hat der wahre Gott - dein himmlischer Vater - alle Angst beseitigt, so dass du zuversichtlich in Seine Gegenwart kommen darfst (Hebr. 10,19; 1. Joh. 4,18). Du hast "den Geist der Sohnschaft empfangen" und kannst Ihn "Abba, Vater!" nennen (Röm. 8,15). Abba ist das aramäische "Papa, lieber Vater".

Dein himmlischer Vater freut sich über dein Lob und wird durch deinen Gehorsam verherrlicht. Sei ein zuverlässiges Kind. Lass diesen Tag ein Tag für Ihn sein. Nutze dein königliches Erbteil. Suche in allem Seine Weisheit. Nimm Sein Wort und befolge dessen Rat. Zeige anderen Seine Liebe in der Praxis.


Autor: Hugh E. Alexanders (* 1884; † 1957) englischer Evangelist, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der französischen Schweiz wirkte

Als wir zu Gott kamen, so schuldig und verloren, wie wir waren, verlangte Er nichts von uns, als unsere Sünde zu bekennen, an Seine Vergebung zu glauben und Sein Heil, das Er uns unverdient anbot, anzunehmen. Die himmlische Berufung dagegen kostet etwas; sie fordert die Hingabe unseres ganzen Seins, aber sie wird auch ihre Belohnung empfangen.

Die himmlische Berufung ergeht nur an Kinder Gottes, aber an alle ohne Ausnahme. Wir sind alle berufen, auch wenn nicht alle darauf eingehen. Gott beruft uns zu einer Gemeinschaft, in der Er sich uns ganz gibt. Gott sorgt für unsere Interessen, erwartet aber von uns, daß wir uns um die Seinigen kümmern.

Welches Seine Interessen sind, offenbart Er uns in Seinem Wort: Er sucht nach Menschenleben, die Ihm Ehre machen, die brennen für die Rettung von Seelen, die für den Glauben kämpfen, sich Ihm ganz ausliefern und alles ablehnen, was den schmalen Gehorsamsweg durch Kompromisse breiter machen möchte. So verschmelzen Seine Interessen mit denen Seiner Kinder.

Gott hat uns angenommen, damit wir Seine Söhne und Töchter seien. Infolge dieser Adoption bekommen wir den Geist des Sohnes, der dem Vater allezeit unterworfen ist und uns befreit von den Einflüssen des Gesetzes, von allem knechtischen Geist und der Söldnergesinnung, die unter dem Deckmantel scheinbarer Hingabe eigene Vorteile erstrebt. Dieser Geist des Sohnes möchte uns verleihen, daß wir vergessen, was dahinten ist, und dem Ziel zustreben, um den Kampfpreis der himmlischen Berufung in Christus Jesus zu erlangen (Philipper 3,13-14). Die himmlische Berufung führt uns auch in unsere Stellung als Erben ein. Abraham konnte die Geschenke des Königs von Sodom ablehnen, weil er Erbe des Allerhöchsten und Allgenügenden war. Wir wollen also immer daran denken, daß Gott uns «nach dem Wohlgefallen seines Willens » erwählt hat.

Ehe wir noch an Christus dachten, hatte Er an uns gedacht. Die Erwählung ist ein Beweis der Liebe, die Gott uns in Christus erzeigt, damit wir unsere himmlische Berufung erfassen und voll verwirklichen können.